Die Orgel im Dialog mit der Orgel
Konzert
Pfingstmontag, 10. Juni 2019, 19:30 Uhr
Ekaterina Kofanova und Nicoleta Paraschivescu, grosse Orgel, Orgelpositiv und Cembalo
Werke von JS Bach, Lucchinetti, Clementi, CPE Bach, Olivares, Hesse, Beethoven, Morandi
Konzertprogramm
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Johann Sebastian Bach |
Ouverture aus der Orchestersuite C-Dur BWV 1066 |
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Giovanni B. Lucchinetti |
Concerto a due Organi in B-Dur Spiritoso – Allegro |
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Muzio Clementi |
Duetto B-Dur: Nr. 2: |
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Carl Philipp Emanuel Bach |
Vier kleine Duette für zwei Tasteninstrumente |
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Francisco Olivares |
1. Verso de 8° Tono para dos Organos |
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Adolph Friedrich Hesse |
Fantasie für die Orgel zu vier Händen c-Moll op.35 |
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Ludwig van Beethoven |
Adagio für die Flötenuhr |
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Adolph Friedrich Hesse |
Fantasie für die Orgel zu vier Händen d-Moll op.37 |
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Giovanni Morandi |
Sinfonia con L’imitazione della banda militare |
Konzertinformationen
«Eng wird es am Klavier, der Händ‘ und Füss‘ sind’s vier!» Zum Glück hat die grosse Silbermann/Lhôte-Orgel der Peterskirche mehrere Tastaturen («Claviere», wie man sie früher nannte), so können die beiden Organistinnen ihre Töne schön darüber verteilen, um einen schweren Kollateralschaden zu vermeiden! Übrigens, im Gegensatz zu heute, da man unter dem Wort «Klavier» das eine Musikinstrument (eben das Klavier, höchstens noch seinen grossen Bruder den Konzertflügel) versteht, hat man in früheren Zeiten alle mögliche Tasteninstrumente als «Clavier» bezeichnet. So haben die beiden Musikerinnen eine wunderbare Möglichkeit, mehrere Tasteninstrumente in verschiedenen Kombinationen dem Publikum zu präsentieren. Die grosse Orgel entfaltet ihr orchestrales Potential in einer Bearbeitung der berühmten Ouverture C-Dur von J.S. Bach und in zwei romantischen Fantasien von A.F. Hesse. Das Cembalo und das Orgelpositiv harmonieren hervorragend miteinander in Preziosen im galanten Stil aus der Feder von C.P.E. Bach und M.Clementi. Ausserdem erklingen Werke für zwei Orgeln aus Italien und Spanien, wo es in grösseren Kirchen oft gleich mehrere Orgeln gab. Natürlich nützten v.a. Barockkomponisten diese spezielle Lage für einen lebhaften Dialog (um nicht zu sagen Wettstreit) von zwei Instrumenten; dabei wurden ihrer Fantasie und Spielfreude keine Grenzen gesetzt.
Ekaterina Kofanova
Über die Musizierenden
Ekaterina Kofanova
wurde 1973 in Minsk (Belarus) geboren und wuchs in einer musikalischen Familie auf. Ihre vielseitige musikalischeAusbildung erhielt sie am Musiklyzeum ihrer Heimatstadt, welches sie 1991 mit Auszeichnung abschloss. 1991 bis 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion erhielt Ekaterina Kofanova einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie. Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort. Dort schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und absolvierte ihr kirchenmusikalisches Studium (A-Diplom). Anfang 2009 wurde sie zur Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern gewählt. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel und künstlerische Leiterin des Orgelvereins St. Peter. Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in Deutschland, in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Ausserdem ist sie als Kammermusikerin, Continuospielerin und Chorleiterin aktiv.
Nicoleta Paraschivescu

unterrichtet Orgel an der Musik-Akademie Basel (AMS) und ist Organistin an der Theodorskirche in Basel. Sie ist Preisträgerin 2016 der hibou-Stiftung und promovierte 2015 an der Universität Leiden (NL). Orgel studierte sie an der Musikhochschule Gheorghe Dima in Cluj-Napoca und erweiterte danach ihre Ausbildung mit einem Studium der Alten Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in den Fächern Orgel bei Jean-Claude Zehnder und Cembalo bei Andrea Marcon. An der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart schloss sie ihr Künstlerisches Aufbaustudium ab. Weitere wegweisende musikalische Impulse erhielt sie von Enrico Baiano in Neapel. Sie ist Leiterin des Ensembles La Floridiana, mit dem sie für das Label SONY (dhm) bereits zwei CDs mit Welterst-Einspielungen der Haydn-Schülerin Marianna Martines (1744-1812) aufgenommen hat. Weitere CD-Aufnahmen für audite, Guild und Gallo. Ebenso kam es zu Live- Mitschnitten ihrer Auftritte. Konzerte führten sie in verschiedenen Ländern Europas und an renommierten Festivals. Ihre CD «Partimenti napoletani» ist 2018 bei SONY (dhm) erschienen. Anfang 2019 ist die Monographie «Giovanni Paisiellos Partimenti: Wege zu einem praxisbezogenen Verständnis» (Schola Cantorum Basiliensis Scripta6, Schwabe Verlag) erschienen. www.nicoletaparaschivescu.com, www.partimenti.ch
Eintritt frei, Kollekte




