Die Orgel im Dialog mit Basel
2. Orgelnacht in der Peterskirche
Samstag, 11. Mai 2019, 18:00 - 22:00 Uhr
verschiedene Interpretinnen und Interpreten aus Basel, Orgel
Sieben Kurzkonzerte à 25 Minuten
Eindrücke aus der Orgelnacht
Konzertinformationen
Die zweite Orgelnacht in der Peterskirche findet unter dem Motto „Die Orgel im Dialog mit Basel“ statt. Alle teilnehmenden Organisten sind durch ihre berufliche Laufbahn als Kirchenmusiker, ihre Konzert oder Lehrtätigkeit eng mit Basel verbunden und regelmässig hier zu hören. Selten aber hat man eine Gelegenheit, so viele unterschiedliche Künstler mit ihren ganz individuell gestalteten Programmen so konzentriert an einem Ort zu erleben. Auch in der Programmgestaltung wird der Akzent auf Musik von Basler Komponisten aus verschiedenen Epochen gesetzt.
Eine Orgelnacht ist ein relativ neues Konzertformat, auch für Basel. Orgelkonzerte fanden aber in Basler Kirchen spätestens seit dem 19. Jahrhundert vermehrt statt, da man eine Orgel nicht nur als einen unverzichtbaren Teil eines Gottesdienstes, sondern auch als vielseitiges Soloinstrument anerkannte. So spielte ein damals europaweit berühmter Orgelvirtuose Sigismund Neukomm im Mai 1841 ein Konzert in der Peterskirche. Eine von seinen zahlreichen, aber dem heutigen Publikum völlig unbekannten Kompositionen wird knapp 180 Jahre später wieder in der Peterskirche erklingen. Weitere Raritäten im Programm sind beispielweise Werke des Münsterorganisten aus der Romantik Benedict Jucker oder Hans Huber, Gründer des Basler Konservatoriums. Eigene Musik zu komponieren und zu improvisieren gehörte seit jeher zum Amt eines Organisten. Diese Tradition wird auch heute gepflegt und weitergeführt, wie einige spannende Programmbeiträge der Orgelnacht zeigen.
Die Orgelnacht ist nicht nur eine Hommage an Basel, sondern auch eine Hommage an die Orgel der Peterskirche, die durch ihren Klangreichtum eine grosse stilistische Vielfalt ermöglicht. Die Ursprünge dieser Orgel gehen auf die berühmte Orgelbaufamilie Silbermann zurück, die in ihren Klangvorstellungen eng mit der französischen Tradition verbunden war. So dürfen Werke aus dem französischen Barock im Programm nicht fehlen, aber auch romantischen, modernen und zeitgenössischen Kompositionen wird der Klang der Orgel gerecht.
In dem „Dialog mit Basel“ ist das Konzertpublikum unser wichtigster Dialogpartner. Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher sind frei, alle sieben Kurzkonzerte zu hören oder aus ausgewählten Beiträgen ein eigenes Programm sozusagen à la carte zusammenstellen. In der Pause um 20 Uhr gibt es für alle eine Möglichkeit, sich bei einem kleinen Apéro in ungezwungener Atmosphäre über die Höreindrücke auszutauschen.
Ekaterina Kofanova
Programm der Orgelnacht
18:00 Uhr |
Matthias WamserOrganist St. Anton Basel |
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Gottlieb Muffat |
Canzona IX in F |
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Jean François Dandrieu |
Magnificat in a |
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Ernst Pfiffner |
„Et exaltavit humiles“ (1964/65) |
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Georg Muffat |
Toccata duodecima et ultima |
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Ernst Pfiffner |
Toccata in B (1957) |
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Gottlieb Muffat |
Canzona XV in B |
Ernst Pfiffner wurde in Mosnang SG geboren und lebte seit 1948 in Basel. Er komponierte mit gleicher Sensibilität und gleichem Engagement für den Konzertsaal wie für die kirchenmusikalische Praxis; so konnte er vielfältige Zugänge schaffen und Einseitigkeit vermeiden. Nachdem er einige Semester Philosophie und Theologie studiert hatte, absolvierte Pfiffner in Rom, Basel und Paris ein vielseitiges musikalisches Studium u.a. bei Eduard Müller (Orgel) sowie bei Walther Geiser, Willy Burkhard, Robert Suter und Nadia Boulanger (Komposition). Er war von 1950 bis 1987 Chorleiter und Organist an der Basler Michaelskirche, von 1960 bis 1970 Redaktor der Zeitschrift Katholische Kirchenmusik und von 1967 bis 1987 Leiter der Akademie für Schul- und Kirchenmusik in Luzern.
Der Titel Et exaltavit humiles (Er erhöht die Niedrigen) ist dem Magnificat (dem Lobgesang der Maria) entnommen. Pfiffner greift auf den Beginn des 7. Psalmtons zurück, also auf eine melodische Formel, die mit den verschieden langen Versen von Psalmen und ähnlichen Gesängen(wie dem Magnificat) unterlegt werden kann: 
Dieses Thema erscheint in vielfältigen Abwandlungen, in ständig wechselnder Rhythmisierung und sowohl in kleinen als auch in grossen Notenwerten; es prägt alle Teile des Werkes. Diese fügen sich (abgesehen von einem Innehalten kurz vor dem Abschluss der Komposition) zu einem grossen Steigerungsbogen zusammen. Zu Beginn erklingt das Thema einstimmig in seiner Umkehrung, also in abwärts gerichteter Intervallfolge. Das Werk ist dem Andenken von Papst Johannes XXIII (Angelo Giuseppe Roncalli, 1881–1963) gewidmet, der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen war.
Die kontrastierenden Abschnitte von Pfiffners erster Toccata sind nach dem Schema AA’BCDC’D’B’A‘‘ gereiht. Das Werk trägt eine Widmung an seinen ersten Interpreten Guido Bartsch (1918–1999), der in Basel als Musikdirektor der Josephskirche (seit 1943) sowie überregional als Experte bei Orgelneubauten tätig war.
18:30 Uhr |
Cyrill SchmiedlinOrganist an der Marienkirche Basel |
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Louis Marchand |
Plein Jeu |
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Ansgar Sialm |
Celebratio (1986): |
Ansgar Sialm entstammt einer bedeutenden Musikerfamilie und lebt in Liestal. Er hat verschiedene ausgezeichnete kirchenmusikalische Werke komponiert, unter anderem die "Celebratio" für Orgel, 1986 komponiert im Auftrag des Verbandes für kath. Kirchenmusik Baselland zu seinem 100-jährigen Bestehen. Die Komposition steht in der Tradition der "Orgelmessen", es ist in diesem Fall eine in serieller Technik vollständig durchkomponierte Musik, die in einem Gottesdienst an den dafür vorgesehenen Orten Verwendung finden kann.
Der erste, im grossen Plenum erklingende Satz "Gradus", Stufengesang, wird zur Eröffnung verwendet und basiert auf asymmetrischen Allintervalltonreihen des gregorianischen Oster Themas "Resurréxi". Einstimmige, aus einer Grundreihe permutierte Tongruppen bilden den "Jubilus". Im "Trio" folgen Teile in Umkehrung und Krebs, die rechte Hand erklingt im hohen Vierfuss Register. Die mystische "Incarnatio" verwendet das Tonmaterial der Fronleichnams Sequenz "Lauda Sion Salvatorem". Der letzte Satz "Missio" ist eine im Plenum erklingende kleine Toccata; im Pedal erklingt der gregorianische Cantus firmus "euntes, docete omnes gentes, baptizantes eos".
19:00 Uhr |
Stefan BeltingerOrganist an der Kartäuserkirche Basel |
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Samuel Mareschal |
Primi Toni – Fuga im D |
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Stefan Beltinger |
Fünf Parallelogramme |
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Hansjürgen Wäldele |
„C“ (Einhundert), neun Wiegenlieder für Argos |
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Jean Adam Guilain |
Suite du Second Ton: |
Samuel Mareschal war langjähriger Münsterorganist in Basel, kurz nach der Wiedereinführung der Orgel im reformierten Gottesdienst. Bekannt sind vor allem seine Psalmenintavolierungen. Er hat wesentlich dazu beigetragen die Musik wieder bei den Basler Reformierten zu installieren. Die „Fünf Parallelogramme“ verdanken ihre Entstehung dem Flair des Urhebers für konzeptionelle und konstruktivistische Musik, wie sie beispielsweise in manchen Stücken von John Cage deutlich zutage tritt. Eine hörbare und damit unmittelbar erfassbare Struktur soll eine leichtere Verständlichkeit auch für traditionell Hörende ermöglichen, ohne dabei eine moderne Klangsprache zu verleugnen. Als Vorstellungshilfe kann dienen die Idee von geometrischen Figuren, die mit Klängen gefärbt werden und sich in Bewegung setzen.
Hansjürgen Wäldele unterrichtet Oboe und Gehörbildung an der Musikschule Basel. Neben dem Unterricht freischaffender Musiker und Komponist, besonders als bedeutender Improvisator hervorgetreten. Seit 1989 Mitglied des Ensemble Neue Horizonte Bern, Mitglied in verschiedensten Formationen vor allem für Neue Musik. – „C (100), neun Wiegenlieder für Argos“ ist ein Auftragswerk von 2017, das zusammen mit „Fünf Parallelogramme“ die Zahl „500“ zum fünfhundertjährigen Reformationsjubiläum darstellen sollte. Das Stück verbindet Arithmetik mit griechischer Mythologie: „Der Riese Argos war immer wachsam, weil von seinen hundert Augen immer nur zwei schliefen. Beim Flötespiel des Hermes aber schlief er ein und wurde im Schlaf mit einem Felsen erschlagen. – Hundert ist die Summe der ersten neun Primzahlen. Das Stück besteht aus neun Tönen (Notennamen) und neun Wiegenliedern. Jeder Ton (durch die Häufigkeit seines Auftretens) und zugleich jedes Lied (durch die Anzahl seiner Töne) repräsentiert eine dieser Primzahlen. Der ganze Zyklus besteht aus hundert Tönen. Jedes der neun Wiegenlieder ist einer anderen Muse geweiht.“
Jean-Adam Guilain war ein Komponist, Organist und Cembalist deutscher Herkunft, der in Frankreich gewirkt hat und Orgelmusik in französischer Tradition hinterlassen hat. – Wenn ein deutscher Organist, in Basel in der lutherischen Kirche an einer norddeutschen Barockorgel tätig, sich zu einer in französischer Tradition gebauten Silbermann-Orgel begibt, tut er gut daran, Guilain im Reisegepäck zu haben.
19:30 Uhr |
Ekaterina KofanovaOrganistin an der Peterskirche Basel |
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Dietrich Buxtehude |
Toccata in F BuxWV 157 |
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Johann Pachelbel |
Ciacona in f |
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Hans Huber |
“Wie lieblich sind deine Wohnungen” aus der “Phantasie nach den Worten der heiligen Schrift” |
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Josef Rheinberger |
Orgelsonate f-Moll, 1. Satz |
Hans Huber wurde im solothurnischen Eppenberg geboren und in dem St. Ursenstift in Solothurn zum Sängerknaben ausgebildet. Schon früh zeigte er sein Talent am Klavier. 1870 begann er sein Studium bei Carl Reinecke am Konservatorium Leipzig. Nach einer ersten Anstellung im Elsass zog er 1877 nach Basel, wo er als Klavierlehrer an der Allgemeinen Musikschule wirkte, die er ab 1896 leitete. Zusammen mit dem in Zürich wirkenden Friedrich Hegar regte Huber die Gründung des Schweizerischen Tonkünstlervereins an. Ebenso war er für die Gründung des Basler Konservatoriums (1905) zuständig. Mit dem Ehrendoktortitel der Universität Basel ausgezeichnet, leitete er von 1899 bis 1902 den Basler Gesangverein und amtierte bis 1918 als Direktor des Konservatoriums in Basel. Zu seinen Ehren wurde der Kammermusiksaal des Basler Stadtcasinos in Hans Huber-Saal umbenannt.
Sein umfangreiches kompositorisches Schaffen umfasst Opern, acht Sinfonien, Kammermusik, zahlreiche Werke für Klavier sowie Chorwerke und Lieder. Er schrieb auch die Musik für zwei Festspiele von Rudolf Wackernagel, die 1892 für die Kleinbasler Gedenkfeier und 1901 zur Erinnerung an den Eintritt Basels zur Eidgenossenschaft entstanden. Das sinfonische Schaffen brachte Huber Anerkennung durch die Fachwelt und die Festspielmusiken verhalfen ihm zu grosser Popularität.
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20:00 Uhr |
Pause mit Apéro im Chor |
20:30 Uhr |
Tobias LindnerOrganist an der St. Franziskuskirche Riehen |
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Benedict Jucker |
Fantasie und Fuge über das Thema BACH |
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Selmar Bagge |
„Wie schön leuchtet uns der Morgenstern" |
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Anonymus |
Toccata Octavi Toni Canzona in G |
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P. Jakob Briefer |
Andante Cantabile in F |
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Sigismund Neukomm |
Etüde I in C-Dur |
Sigismund Neukomm, von dem immerhin etwa 2'000 Kompositionen erhalten sind, wurde am 10. Juli 1778 in Salzburg geboren, nur wenige Meter entfernt von Mozarts Geburtshaus. Er war der Älteste von zahlreichen Geschwistern (Einer seiner jüngeren Brüder wurde immerhin Organist an St. Ouen in Rouen!). Michael und Joseph Haydn waren u.a. seine Lehrer. Er war ein unglaublicher Kosmopolit und bewegte sich hin und her (um nur einen Teil aufzuzählen) zwischen Wien, Moskau, St. Petersburg, Rom, London, Algier, Neapel, Paris, Berlin, Dublin, Belgien, Holland, Schweiz (Lausanne und Basel), Elsass und sogar Brasilien. 1841 hielt er sich in Basel auf, spielte dort am 17. Mai in St. Peter ein Orgelkonzert und war am 4. November Präsident der Wahlkommission dieser Kirche für einen neuen Organisten. Er studierte neben der Musik sogar Naturwissenschaften und Medizin. Er war ein europaweit berühmter Orgelvirtuose und nützte auf all seinen Reisen jede Möglichkeiten, um die verschiedenen Orgel auszuprobieren und dort zu konzertieren. Mit Cavaillé-Coll war er in bestem Kontakt. Er wurde zum Ritter geadelt und hatte durch seine ausgezeichneten Kontakte in die Französische Oberschicht niemals Geldsorgen. Da er sich wohl im Verhältnis doch die längere Zeit in Frankreich aufhielt, zählt er heute zu den französischen Komponisten. Rastlos umherreisend, komponierend, unterrichtend und konzertierend stoppte erst der Tod am 3. April 1858 in Paris seine unvorstellbare Energie. Die Etüde, die im heutigen Konzert zu hören ist, komponierte er am 4. Juni 1832 in Dublin. Seine originale Angabe der Dauer dieses Stückes: 3‘ 30‘‘. Ein extrem schnelles Tempo…
21:00 Uhr |
David BlundenBasel |
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Carl Philipp Emanuel Bach |
Preludio in D-Dur, Wq70/7 |
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Fanny Hensel Mendelssohn |
Präludium in G-Dur |
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David Rumsey |
Ice Music (for Marie) |
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Louis Lefébure-Wély |
Communion und Sortie in Es-Dur |
Der Australische Organist, Pädagoge, Komponist und Orgelwissenschaftler David Rumsey war einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Orgelszene seiner Heimat. Er hat oft in Basel konzerttiert und verbrachte schliesslich die letzten 18 Jahre seines Lebens in dieser Stadt, mit der er tief verbunden war. Während seiner Basler Zeit war er Organist an der Katholische Kirche Herz Jesu in Laufen. Besonders wichtig war seine Zusammenarbeit mit dem Museum für Musikautomaten in Seewen, wo er eine Restaurierung der Welte-Philharmonie-Orgel durchgeführt und eine grosse Sammlung von Musikpapierrollen aus dem frühen 20. Jahrhundert digitalisiert hat. Besonders interessant für ihn war, dass diese Musikrollen Hinweise auf eine bestimmte Aufführungspraxis enthielten; darüber hat er Vorlesungen gehalten und mehrere Publikationen veröffentlicht. Die „Ice Music“ hat Rumsey in den 1980-er Jahren für seine Tochter Marie komponiert und als eine Begleitung für einen Kunsteislauftanz konzipiert. Am Ende von diesem humorvollen Stück hört man deutlich, wie die Tänzerin nach mehreren Anläufen und Sprüngen doch zu Boden fällt. Rumsey spielte „Ice Music“ oft auf seinen Europäischen Konzerttourneen.
21:30 Uhr |
Roland StangierEssen und Basel |
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Samuel Sebastian Wesley |
Choral Song and Fugue |
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Alexandre-Pierre-François Boëly |
Andante moderato Op. 18, no. 5 |
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Camille Saint Säens |
Prélude et Fugue en mi Bémol Majeur Op. 99 |
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Roland Stangier |
Improvisation einer Petite Suite über gegebene (Basler)Themen: |
Roland Stangier studierte in Würzburg und als Stipendiat der Berliner Alliierten des erstmals an einen Organisten vergebenen "Luftbrücken-Gedenkfonds-Stipendium" in Paris und Strasbourg bei Daniel Roth und André Fleury. Tätigkeit als Kantor und Organist an der Ev.Stadtkirche Schopfheim, Matthäuskirche Berlin und Ref. Stadtkirche Solothurn, Leitender Kirchenmusiker an der Hauptkirche St. Petri und Dirigent des Hamburger Bachchors. Er war Lehrbeauftragter an der Hochschule für Künste Bremen und an der Erzbischöflichen Kirchenmusikschule Berlin. 1994 folgte der Ruf an die Folkwang Universität Essen als Professor für Orgel und -Improvisation. 2003-2017 war er Kustos der neuen Kuhn-Orgel der Essener Philharmonie sowie seit 2009 einer der Kuratoren der Orgel der Philharmonie Mercatorhalle Duisburg. Seit 2009 Titularorganist der Kreuzeskirche Essen. Roland Maria Stangier führt eine aktive Konzert- und Lehrtätigkeit weltweit und hat 11 CDs als Dirigent und Organist, u.a. mit Werken von Bach, Händel, Mozart, Mendelssohn-Bartholdy, Franck, Vierne, Holst und Improvisationen aufgenommen. Improvisation stellt einen wichtigen Schwerpunkt in seiner vielfältigen musikalischen Tätigkeit dar. So agierte Roland Stangier als Initiator des Internationalen Improvisationswettbewerbs "Maurice Duruflé" Hamburg. Mit der Peterskirche Basel ist Roland Stangier seit Jahren verbunden und war hier im Konzert und Gottesdienst mehrmals zu hören.
Interpretinnen und Interpreten
Matthias Wamser
ist Kantor und Organist an der Basler Antoniuskirche, Leiter des chorrüschlikon sowie Vorstandsmitglied des Kirchenmusikverbands im Bistum Basel und des Zürcher Kirchenmusikerverbands. Im Rahmen seiner Konzerttätigkeit als Organist und Pianist hat er zahlreiche Uraufführungen gespielt und mit renommierten Ensembles zusammengearbeitet, auch bei Rundfunk- und CD-Produktionen; sein besonderes Interesse gilt der Orgelmusik des 20. Jahrhunderts. Als freier Mitarbeiter einiger Musikverlage betreut er Editionen alter und neuer Musik. Seine Ausbildung erhielt er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart (Kirchenmusik-A-Diplom 1996) und an der Schola Cantorum in Basel (im Rahmen eines Aufbaustudiums bis 1999).
Cyrill Schmiedlin
ist in Basel geboren. Nach der klassischen Matura an der Stiftsschule Einsiedeln studierte er an der Basler Musikhochschule, wo er ein Konzertdiplom mit Auszeichnung für Orgel erwarb. Mehrere Studienpreise ermöglichten ihm weiterführende Studien in Paris, wo er sich bei Daniel Roth besonders mit der französisch- sinfonischen Orgeltradition beschäftigte, gefolgt von weiteren Jahren am Strassburger Konservatorium. Kirchenmusikalische Fächer, sowie Direktion belegte Cyrill Schmiedlin an der Luzerner Musikakademie, wo er ebenfalls das Diplom für Schulmusik II erhielt. Zunächst war er Kirchenmusiker an der Riehener Franziskuskirche und Gründer des dortigen Orgelfestivals, seit 2002 ist er Musikdirektor an der für Kirchenmusik und Liturgie traditionsreichen Basler Marienkirche, deren Ruf für hochstehende Kirchenmusik in weiten Kreisen bekannt ist. An der Kantonsschule Olten hat er einen Lehrauftrag für Orgel, Chorleitung und Schulmusik.
Stefan Beltinger
studierte in Basel an der Schola Cantorum Basiliensis: Blockflöte (bei Margrit Fiechter) und Orgel (Jean-Claude Zehnder), sowie Chorleitung am Institut für Kirchenmusik in Zürich (Klaus Knall). Seit 1985 unterrichtet er Blockflöte an der Musikschule der Schola Cantorum Basiliensis. Organist in der Kartäuserkirche in Basel (an der Kopie einer historischen Arp Schnitger-Orgel). Von 1992 bis 2011 Leiter der Basler Münsterkantorei.
Ekaterina Kofanova
gebürtig aus Weißrussland studierte Orgel und promovierte in Musikwissenschaft am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Ihr Solistendiplom mit Auszeichnung erlangte sie an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg (Orgelklasse Prof. Martin Sander), wo sie auch ein kirchenmusikalisches Studium abgeschlossen hat. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Ekaterina Kofanova ist Titularorganistin an der Peterskirche Basel, Kirchenmusikerin an der Friedenskirche Bern und übt eine rege Tätigkeit als Konzertorganistin, Kammermusikerin und Chorleiterin aus.
Tobias Lindner
wurde 1975 in Deggendorf, Bayrischer Wald, geboren. Er erlernte das Orgelspiel bei Wolfgang Riegraf und Roland Götz. Im Rahmen seines Kirchenmusikstudiums studierte er Orgel bei Karl Friedrich Wagner und Klemens Schnorr. Nach dem A-Examen in Freiburg schloss er das Diplom „Alte Musik“ an der Schola Cantorum in Basel „mit Auszeichnung“ ab. Er studierte dort bei Andrea Marcon Orgel und Cembalo, und bei Gottfried Bach Generalbass. Lindner besuchte knapp 40 Kurse bei den großen Namen der Orgelwelt, um mit möglichst vielen Facetten der Orgel und ihrer Musik in Berührung zu kommen. Er ist Preisträger verschiedener internationaler Orgelwettbewerbe (Innsbruck, Brügge, Nürnberg, Landau). In den Jahren 2001 bis 2005 war er regelmäßig als Cembalist und Organist beim Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon verpflichtet. Lindner ist hauptberuflicher Kirchenmusiker an der Franziskuskirche in Basel/Riehen und hat an der Schola Cantorum Basiliensis einen Lehrauftrag für Generalbass und Cembalo. Von 2004 bis 2016 war er Lehrbeauftragter für Orgelspiel an der Musikhochschule in Hannover. Seit 2016 ist er Professor für Orgel an der Schola Cantorum Basiliensis und freischaffend tätig als Konzertorganist und Cembalist.
David Blunden
erhielt ersten Klavier- und Orgelunterricht in seiner Heimatstadt Sydney. Mit einem Begabtenstipendium begann er 1991 ein Orgelstudium bei David Rumsey am Sydney Conservatorium of Music und schloss diese Ausbildung 1997 mit dem Bachelor of Music mit Auszeichnung ab. Sein besonderes Interesse für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts führte David Blunden 1998 an die Schola Cantorum Basiliensis. Hier absolvierte er ein breitgefächertes Aufbaustudium mit den Schwerpunkten Orgel bei Jean-Claude Zehnder, Cembalo bei Andrea Marcon sowie Improvisation bei Rudolf Lutz und erwarb 2002 das Diplom für Alte Musik mit Auszeichnung. 2001 war er Preisträger des renommierten Innsbrucker Paul-Hofhaimer-Orgelwettbewerbs. David Blunden lebt heute in Basel und verfolgt eine internationale Laufbahn als Solist und Ensemblemusiker. Er ist an vielen bekannten Festivals, in Theatern und Kirchen in ganz Europa und Australien aufgetreten und kann auf zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen verweisen. Mit dem von ihm mitgründeten Ensemble Le Jardin Secret gewann er 2007 den York International Young Artists Award. Er ist Mitglied des in Basel beheimateten Ensembles Capricornus und tritt auch regelmässig als Begleiter für Sänger am Cembalo, an der Orgel und am Klavier in Erscheinung. Er wird häufig als Assistent bei Opernproduktionen engagiert und arbeitet seit 2009 als musikalischer Coach der Gesangklassen der Schola Cantorum Basiliensis.
Roland Stangier
studierte in Würzburg und als Stipendiat der Berliner Alliierten des erstmals an einen Organisten vergebenen "Luftbrücken-Gedenkfonds-Stipendium" in Paris und Strasbourg bei Daniel Roth und André Fleury. Tätigkeit als Kantor und Organist an der Ev.Stadtkirche Schopfheim, Matthäuskirche Berlin und Ref. Stadtkirche Solothurn, Leitender Kirchenmusiker an der Hauptkirche St. Petri und Dirigent des Hamburger Bachchors. Er war Lehrbeauftragter an der Hochschule für Künste Bremen und an der Erzbischöflichen Kirchenmusikschule Berlin. 1994 folgte der Ruf an die Folkwang Universität Essen als Professor für Orgel und -Improvisation. 2003-2017 war er Kustos der neuen Kuhn-Orgel der Essener Philharmonie sowie seit 2009 einer der Kuratoren der Orgel der Philharmonie Mercatorhalle Duisburg. Seit 2009 Titularorganist der Kreuzeskirche Essen. Roland Maria Stangier führt eine aktive Konzert- und Lehrtätigkeit weltweit und hat 11 CDs als Dirigent und Organist, u.a. mit Werken von Bach, Händel, Mozart, Mendelssohn-Bartholdy, Franck, Vierne, Holst und Improvisationen aufgenommen. Improvisation stellt einen wichtigen Schwerpunkt in seiner vielfältigen musikalischen Tätigkeit dar. So agierte Roland Stangier als Initiator des Internationalen Improvisationswettbewerbs "Maurice Duruflé" Hamburg. Mit der Peterskirche Basel ist Roland Stangier seit Jahren verbunden und war hier im Konzert und Gottesdienst mehrmals zu hören.

















