Himmelsflammen
20. Mai 2013, 18:00 Uhr
Babette Mondry, Orgel, Philippe Rayot, Bass
Werke von Franz Liszt, Nicolas de Grigny und Johann Sebastian Bach
Orgelkonzert zu Pfingsten: Himmelsflammen
der Titel spielt an auf das Ereignis der Inspiration.
Franz Liszt's Präludium und Fuge über BACH,
das klangprächtige „Gloria“ von Nicolas de Grigny
sowie Toccata, Adagio und Fuge C-Dur von Joh. Seb. Bach
bilden im Konzert eine "Trilogie des Moments".
Und obwohl keines der Werke auf den ersten Blick einen direkten Bezug zu Pfingsten hat, bringen sie Pfingstliches zum Ausdruck: Das Feuer von oben! Lassen Sie sich überraschen von den kraftvoll-virtuosen und ebenso stillen und feinen Klängen der Musik, die auf der Silbermann/Lhôte-Orgel der Peterskirche so gut zur Geltung kommt.
Bei Liszt's Präludium und Fuge über BACH spürt man die ungestüme, innere Bewegung eines Komponisten, der Johann Sebastian Bach tief verehrte und sich mit diesem Werk vor Bach verbeugte. Seine Verbeugung geschieht leidenschaftlich und ganz in der Sprache des 19. Jahrhunderts, zu der gleichsam das Effektvolle und Verinnerlichte gehören.
Das Bild des Himmel und Erde verbindenden pfingstlichen Feuers konnte auch im „Gloria“ des jungen hochbegabten Nicolas de Grigny nicht weit sein. Dieses Werk steht im Konzert als geistlicher Mittelpunkt. In ihm verbinden sich im prachtvollen Gewand der klassischen, französischen Orgeltradition kontrapunktisch zwar einfache, aber harmonisch reiche und melodisch ausdrucksstarke Gefüge mit dem im Wechsel dazu gesungenen gregorianischem Gloria, das Philippe Rayot singen wird.
In Toccata, Adagio und Fuge schöpft Bach aus dem Vollen und vereint eine Fülle kompositorischer Ideen. Weitläufige, brillante Manual- und Pedalsoli, Abschnitte mit formaler Nähe zur italienischen Concertoform, ein expressiver Adagio-Mittelsatz, die Fuge im norddeutschem Stil und ein überraschender Schluss bilden das Resultat , und das überzeugt restlos!
Orgel: Babette Mondry
greogorianischer Gesang: Philippe Rayot, Bass