Der junge J.S. Bach und seine Lehrer
7. August 2013, 19:30 Uhr
Thiemo Janssen, Orgel
Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Böhm, Dieterich Buxtehude, Johann Adam Reincken

Thiemo Janssen, Orgel
Freunde norddeutscher Orgelmusik werden in diesem Konzert vollen Hörgenuss finden. Die Lübecker und Hamburger Vorbilder des jungen Bachs waren allesamt Komponisten erster Güte, kultivierten einen sinnhaften, epochalen Stil. Thiemo Janssen ist Organist an der weltberühmten Arp Schnitger-Orgel in Norden/Ostfriesland und konzertiert in Europa, USA und Australien.
Bitte beachten Sie, dass dieses Konzert das Konzert vom 11.8. ersetzt. Das Konzert “Tango und Orgel” wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Danke für Ihr Verständnis.
Konzertprogramm
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Johann Sebastian Bach |
Präludium und Fuge D-Dur BWV 532 |
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Georg Böhm |
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Dieterich Buxtehude |
Passacaglia in d BuxWV 161 Von Gott will ich nicht lassen BuxWV 220 |
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Johann Adam Reincken |
Fuga in g |
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Johann Sebastian Bach |
Toccata in C BWV 566 |
Bachs Lehr- und Wanderjahre
Nicht weniger als sieben Stationen legte der junge J.S.Bach während seiner Lehr- und Wanderjahre ein, bevor er sich 1723 als 38jähriger in Leipzig als Thomaskantor etablierte. Thiemo Jansson, am 7. August in der Peterskirche zu Gast, widmet sein Programm „Der junge J.S.Bach und seine Lehrer“ dem frühen Werk des Komponisten und dem seiner Vorbilder. Janssen ist Titularorganist an der weltberühmten Arp Schnitger-Orgel in St. Ludgeri Norden/Ostfriesland.
Zu hören sein werden etwa Stücke von Georg Böhm, dank dessen Einfluss Bach als 14jähriger in die Partikularschule des Lüneburger Michaelisklosters eintreten konnte.
Mit der Aufführung der Fuga in g von Johann Adam Reincken zollt Thiemo Janssen einem weitere Bach-Vorbild Tribut. Der junge Künstler liess sich 1701 vom Organisten an der Hamburger Katharinenkirche vorab in der Kunst des Improvisierens ausbilden. Mit Erfolg offenbar, soll sich der Altmeister doch begeistert geäussert haben über das Talent seines jungen Schülers.
Ein gewichtiger Leuchtturm im Leben des jungen Bach war zweifellos Dieterich Buxtehude. Hatte doch Johann Sebastian 1705 die rund 400 Kilometer zwischen Arnstadt und Lübeck eigens unter die Füsse genommen, um den grossen Meister spielen zu hören. Gemunkelt wurde allerdings auch, Bach hätte gerne Buxtehudes Nachfolge angetreten. Da diese jedoch an die Bedingung geknüpft war, Buxtehudes bereits reife Tochter zu ehelichen, habe der 20jährige auf die Stelle verzichtet. Wie auch immer, Buxtehude steht mit der Passacaglia in d zu Recht im Zentrum von Thiemo Janssens Programm vom 7. August.
Eingerahmt wird das Programm von zwei Werken Bachs, nämlich dem Präludium und Fuge D-Dur BMV 532 und der Toccata in C BMV 566.