Orgelkonzert Viviane Loriaut
4. August 2014, 19:30 Uhr
Orgel: Viviane Loriaut, Evreux
Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Jean- Philipp Rameau, Guy Ropartz, Gabriel Fauré, Jean-Louis Florentz, Padre Antonio Soler
mit Live-Videoprojektion
Die Organistin an der Kathedrale von Evreux gestaltet ein attraktives Programm mit Musik von Komponisten, die 2014 im besonderen Fokus des Musiklebens stehen. Das Programm zeigt die klangprächtigen Qualitäten der Silbermann/Lhôte-Orgel ausgezeichnet, und wird Kenner und Neuentdecker der Orgel gleichsam überzeugen.
Eindrücke vom Konzert
Konzertprogramm
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Jean Philippe Rameau |
"Les Indes Galantes" |
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Carl Philipp Emanuel Bach |
Fantasie und Fuge c-moll, Wq 119/7 Sonate D-dur, Wq 70/5 |
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Gabriel Fauré |
Pavane |
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Guy Ropartz |
Introduction et Allegro Moderato |
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Jean-Louis Florentz |
Chant des fleurs |
Beschreibung
Auf den ersten Blick erscheint sie etwas willkürlich, die Klammer der 4er- Jahrestage, welche die französische Organistin Viviane Loriaut um ihr Programm gelegt hat. Aber eben bloss auf den ersten Blick. Denn mit der Wiedergabe von Werken der Komponisten Jean Philippe Rameau (geb. 1764), Gabriel Fauré (gest. 1924), Guy Ropartz (geb. 1864) und Jean-Louis Florentz (gest. 2004) erinnert die Organistin an grosse Komponisten, die zu ihrer Zeit im französischen Musikleben im wörtlichen Sinne den Ton angegeben haben.
Beginnend mit Jean Philippe Rameau und dessen Oper „Dardanus". Diese ist zwar bei den ersten Aufführungen 1739 laut Zeitzeugen wegen des schwachen Handlungsstrangs durchgefallen. Doch die Musik hat offensichtlich das schlechte Libretto überlebt. Nachzuhören auf der beim Label Gallo herausgegeben CD, die Viviane Loriaut mit ihren eigenen Transskriptionen von Rameaus Opernmusik bespielt hat. Am 4. August werden vier der insgesamt 26 Nummern zu hören sein.
Auch die „Pavane" von Gabriel Fauré ist von Loriaut für Orgel arrangiert worden. Das haben andere Organisten auch schon getan, man darf somit gespannt sein auf die Version unseres Gastes. Von Beginn an für Orgel komponiert wurden hingegen „Introduction et Allegro Moderato" von Guy Ropartz. Der ehemalige Schüler von Jules Massenet stand im regen künstlerischen Austausch mit César Franck und zählte während seiner Zeit als Direktor des Strassburger Konservatoriums auch den späteren Meisterdirigenten Charles Münch zu seinen Schülern.
Zum Abschluss des Programms präsentiert uns Viviane Loriaut sodann drei Stücke aus „Laudes" für Orgel (op. 5), komponiert von Jean-Louis Florentz, einem ehemaligen Messiaen-Schüler. Sicher ein interessanter Abschluss für einen stimmigen Orgelabend.
Doch ist ein Orgelkonzert ohne Bach natürlich undenkbar. Daher spielt Viviane Loriaut, eingebettet in das ansonsten französische Programm, auch zwei Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, dessen Geburtstag sich am vergangenen 8. März zum 300. Mal jährte. Zu hören sein wird die ursprünglich für Cembalo komponierte „Fantasie und Fuge c-moll" sowie die Sonate für Orgel in D-dur, diejenige „ohne Pedale".
Viviane Loriaut ist Organistin an der Kathedrale von Evreux und Professorin am Pariser Konservatorium CRR. Es ist ihr ein grosses Anliegen, mit ihren CD-Einspielungen Frankreichs reiches Musikalisches Erbe zur Popularität zu verhelfen. Daneben widmet sie sich auch der iberischen Orgelmusik und liebt Grenzüberschreitungen. Davon zeugen die Aufnahmen von Kompositionen für Orgel und Trompete sowie Gitarre.
Eintritt frei, Kollekte























