Orgelkonzert Iveta Apkalna
23. Juni 2014, 19:30 Uhr
Orgel: Iveta Apkalna, Riga/Berlin
mit Live-Videoprojektion
Eindrücke vom Konzert
Konzertprogramm
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Jazeps Vitol |
Lied der Wellen op. 41, No. 2 |
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Thierry Escaich |
Evocation I |
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Philip Glass |
Dance No. 4 |
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Johann Sebastian Bach |
Fantasie G-dur, BWV 572 |
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Paul Hindemith |
Zwei Stücke |
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Aivars Kalejs |
Lux aeterna |
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Thierry Escaich |
Evocation |
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Die Star-Organistin Iveta Apkalna spielt in Basel
Wir jubeln der Operndiva zu, dem Klavier-Virtuosen und der Star-Geigerin. Bei einem Orgelkonzert jedoch, mag das Spiel noch so brillant sein, bleibt der Applaus meist höflich und verhalten. Das liegt wohl daran, dass die Organistin und ihre Kollegen in der Regel weit entfernt vom Publikum agieren, auf einer Empore und womöglich hinter dem Orgelprospekt versteckt. Wer Orgel spielt, ist publikumsscheu, gilt allgemein.
Aber nicht für Iveta Apkalna. Die aus Lettland stammende Musikerin hat sich zum Ziel gesetzt, Orgel und Orgelspieler aus dem Dunstkreis der Kirche herauszuholen und (im guten Sinn) zu popularisieren. Gerne tritt sie daher auch in Konzertsälen auf, wo es leichter ist, mit dem Publikum in Kontakt zu kommen. „Es ist zwar schon so, dass die meisten guten Orgeln in Kirchen stehen", räumt sie ein. „Aber besonders in Europa sind viele Konzertsäle mit guten Instrumenten ausgerüstet, nur ging das oft in Vergessenheit."
Konzertorgeln aus deren Dornröschenschlaf zu erwecken und dem Orgelspiel ein bisschen Glamour zu verpassen, ist Apkalnas Spezialität. Da darf ruhig aus ein bisschen Show reinspielen. Etwa wenn sie öffentlich überlegt, ob sie jetzt barfuss, in ihren silbernen oder goldenen Spielschuhen auftreten solle. Oder wenn sie sich in Konzerten direkt ans Publikum wendet. Sind das nicht Star-Allüren? „Nein", findet Iveta Apkalna, „das ist Mittel zum Zweck. Ich habe nichts zu verbergen." Da hat sie wohl Recht, hat doch ihr Porträt auch schon mal die Titelseite des Modejournals „Vogue" geziert.
Aber vor allem das Programm, das Apkalna am 23. Juni in der Peterskirche bietet, kann sich sehen lassen. Die Organistin verlangt sich und ihrem Publikum einiges ab. Ausser J.S. Bachs Fantasie in G-dur (BWV 572), die im Zentrum des Programms steht, wurden alle Stücke im 20. Jahrhundert komponiert. Etwa die beiden Werke der lettischen Komponisten Aivars Kaljes und Talivaldis Deksnis (Apkalna: „Er war mein Lehrer"). Oder Paul Hindemiths Zwei Stücke für Orgel. Gespannt darf man sein, wie die Evocation I und II von Thierry Escaich an der Sibermann/Lhôte-Orgel der Peterskirche herüberkommen werden. Oder die doch gut 18 Minute dauernde „Dance 4" von Phil Glass (Apkalna: „Ich liebe Glass. Das Stück könnte von mir aus auch 28 Minuten dauern.") Diese beiden Komponisten werden normalerweise auf grossen Orgeln in hallenden Räumen gespielt. „Da ist es von Vorteil, diese Stücke zur Abwechslung einmal filigran zu Gehör zu bringen"; sagt Iveta Apkalna, „feine Details kommen so besser zur Geltung".
Ob sie am 23. Juni die silbernen oder die goldenen Orgelschuhe tragen wird, weiss Iveta Apkalna noch nicht. Wir werden es sehen, wird doch ihr Spiel via Videokamera in den Kirchenraum übertragen.
Eintritt frei, Kollekte.


































