Lied der Seele
Konzert „Die Orgel im Dialog..."
Pfingstmontag, 20. Mai 2024, 18:00 Uhr
Gunta Smirnova, Sopran
Ilze Grudule, Violoncello
Ekaterina Kofanova, Orgel
Werke von JS Bach, Meder, Müthel, Peters, Ešenvalds, Prauliņš, Mediņš, Veismane
Konzertprogramm
| Ēriks Ešenvalds *1977 |
Psalm 25 aus «Drei Psalmen Davids» (Sopran, Violoncello und Orgel) |
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Floor Peters |
«The Morning» (aus «Speculum vitae», Sopran und Orgel) Toccata, Fugue et Hymne sur Ave maris stella (Orgel solo) |
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Johann Sebastian Bach |
«Phoebus eilt mit schnellen Pferden» Aria aus Kantate BWV 22 |
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Valentin Meder |
Ciacona (Violoncello und Orgel) |
| Anna Veismane (*1976) |
«I sing» aus «Three Songs by Emily Dickinson» (Sopran und Violoncello) |
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Johann Gottfried Müthel |
«Ein Schäferlied», «Sehnsucht nach Ruhe», «Der Wunsch» |
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Uģis Prauliņš |
Quasi «Sturm und Drang» Improvisation (Violoncello solo) |
| Johann Gottfried Müthel | Fantasie g-Moll (Orgel solo) |
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Jānis Mediņš |
«Sapnojums»/ «Träumerei» (Sopran, Violoncello und Orgel) |
Konzertinformationen
Meer, Sanddünen, unberührte Landschaften: so stellt man sich das Baltikum vor. Die Region zeichnet sich aber auch durch eine sehr lebendige Musikszene aus. Im Konzert präsentieren die Sopranistin Gunta Smirnova und Violoncellistin Ilze Grudule, begleitet von Ekaterina Kofanova an der Orgel eindrucksvolle Werke der hierzulande kaum bekannten zeitgenössischen Komponisten aus ihrer lettischen Heimat.
Wie in seinem Nachbarland Estland, steht auch in Lettland vor allem das Singen hoch im Kurs. Manchmal sagt man sogar, das lettische Volk wurde singend geboren; es sind viele Tausende traditionelle Volkslieder bekannt, die nach wie vor in Familien, in Schulen und einfach überall gesungen werden. Auf die Bezeichnung „das Land der Chöre“ sind die Letten stolz: alle fünf Jahre findet das grosse Singfest statt, bei dem sich bis zu 20.000 Laien- und Profimusiker zum gemeinsamen Singen treffen.
Die lettischen Komponisten schöpfen einerseits aus dieser Quelle, sind andererseits experimentierfreudig und sehr weltoffen. Natürlich entsteht dort nicht nur Vokal-, sondern auch Instrumentalmusik für grosse Orchester und kleine Formationen. Im Konzert wird Ilze Grudule ein Stück für Violoncello solo spielen, das der zeitgenössische lettische Komponist Uģis Prauliņš für sie persönlich geschrieben hat.
Lettland zeichnet sich nicht nur in den letzten Jahrzehnten durch eine sehr lebendige Musikszene aus. Auch während des Barockzeitalters und der Romantik hatte das Land eine reiche Musikkultur. Davon zeugen unter anderem Werke des Barockkomponisten Valentin Meder und Musik von Jānis Mediņš, der zwar in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts tätig, stilistisch aber in der Spätromantik verwurzelt war.
Für die lettische Musik war die Verbindung zur Musikkultur im deutschsprachigen Raum von grosser Bedeutung. Eine Schlüsselrolle spielte dabei Johann Gottfried Müthel, einer der letzten Bach-Schüler, der die letzten 20 Jahre seines Lebens in Riga verbrachte und einen unschätzbaren Beitrag zum dortigen Musikleben leistete.
So spannt das Programm einen Bogen über mehr als drei Jahrhunderte von Barock in die Gegenwart.
Über die Interpretinnen
Gunta Smirnova
Die Sopranistin Gunta Smirnova wird von der Fachpresse für ihre leuchtende Stimme mit edlem Timbre, ihre Leichtigkeit sowie ausgefeilte Technik und die ans Herz gehenden, nuancenreichen Interpretationen gepriesen. Sie studierte Gesang an der Schola Cantorum Basiliensis und an der Zürcher Hochschule der Künste. Zurzeit wird sie von der gefeierten Opernsängerin Olena Tokar stimmlich betreut.
Gunta Smirnova war Preisträgerin mehrerer Studienpreis-Wettbewerbe und Semifinalistin in dem Handel Singing Competition in London. Die Sopranistin hat als Solistin mit namhaften Ensembles und Dirigenten zusammengearbeitet, darunter dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Andreas Reize, dem Tonhalle Orchester Zürich unter Ton Koopman und dem Kammerorchester Basel unter René Jacobs.
Im Jahr 2021 wurde Gunta Smirnova zu einer Konzertournée mit René Jacobs und dem belgischen B’Rock Orchestra eingeladen. Dabei glänzte sie in der Rolle der Cephisa in Telemanns Oper "Orpheus" und trat in renommierten Konzerthäusern wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Kölner Philharmonie und dem Gran Teatre del Liceu Barcelona auf.
2023 sang Gunta Smirnova u.a. im Stattcasino Basel die Solopartie in Mozarts «C-Moll Messe» und «Requiem». Im Theater Basel war sie in der Rolle der Euridice in Monteverdis «Orfeo», sowie in Solopartien von Pergolesis «Stabat Mater», Vivaldis «Gloria» und «Juditha triumphans» zu hören.
In der aktuellen Saison begeisterte Gunta Smirnova bereits das Publikum beim Musikfest Bremen, beim Bachorgel Festival Thomaskirche Leipzig und beim Festival Settimana musica sacra di Monreale auf Sizilien.
Ilze Grudule
Die Cellistin Ilze Grudule wurde in Lettland geboren. Während der ersten Studienzeit an der Musikakademie Lettland sollte die Begegnung mit dem Schweizer Cellisten Philippe Mermoud entscheidend für ihren weiteren Werdegang sein. Nach ihrem Diplom entschliesst sie sich, bei Mermoud am Centre de Musique Ancienne de Genève Barockvioloncello zu studieren. Im Anschluss daran studiert sie an der Schola Cantorum Basiliensis In der Klasse von Christophe Coin.
In Basel gründet Ilze Grudule das Kesselberg Ensemble, das sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, schweizerische und lettische Komponisten des Barock wieder vermehrt in die Konzertsäle zu bringen. Weiter ist sie Mitglied des Capriccio Barockorchesters. Ilze Grudule ist Autorin und Produzentin einer Reihe von audiovisuellen Inszenierungen, die barocke und zeitgenössische Musik mit modernen Bühnenmitteln verbinden. Aufnahmen für Chandos Records, cpo, Symphonia, Philips Record, Musiques Suisses dokumentieren ihre Tätigkeit.
Ekaterina Kofanova
ist Titularorganistin an der Peterskirche Basel und künstlerische Leiterin des Orgelvereins St. Peter. Als Organistin übt sie eine rege Konzerttätigkeit in der Schweiz, in Deutschland sowie anderen europäischen Ländern aus. Nebst dem breitgefächerten solistischen Repertoire, das sich von alter bis zu zeitgenössischer Musik erstreckt, gilt ihr besonderes Interesse der Kammermusik in verschiedenen Formationen. Zu ihren weiteren Schwerpunkten zählen Chorleitung und Orgelausbildung.
Ekaterina Kofanova studierte Orgel und promovierte in Musikwissenschaft am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau und erhielt anschliessend einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in ihrer Heimatstadt Minsk sowie eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie. Ihre Begeisterung für Orgelmusik und die Suche nach neuen künstlerischen Impulsen führten Ekaterina Kofanova nach Heidelberg für ein weiterführendes Orgelstudium bei Prof. Martin Sander. An der dortigen Hochschule für Kirchenmusik schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und absolvierte ihr kirchenmusikalisches Studium (A-Diplom). Ekaterina Kofanova nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben.
Eintritt frei, Kollekte


