Verein Orgelmusik St. Peter

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten

Konzert „Die Orgel im Dialog..."

Montag, 22. April 2024, 19:30 Uhr

Vokalensemble I Sestini
Joachim Krause
, Leitung
Ekaterina Kofanova
, Orgel

Werke von Monteverdi, Corrette, Schütz, JS Bach, Verdi, Grieg, Bruckner, Tournemire, Reger, Duruflé, Rachmaninov

Konzertprogramm

Claudio Monteverdi
1567 – 1643

Magnificat

Michel Corrette
1707 – 1795

Magnificat du 1er Tone (Orgel solo)

Heinrich Schütz
1585 – 1672

Die mit Tränen säen
Herr, auf dich traue ich

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

«Allein Gott in der Höh sei Ehr» (Orgel solo)

Giuseppe Verdi
1813 – 1901

Ave Maria

Edward Grieg
1843 – 1907

Ave Maris Stella

Anton Bruckner
1824 – 1896

Virga Jesse

Charles Tournemire
1870 – 1939

Improvisation sur "Victimae paschali laudes" (Orgel solo)

Max Reger
1873 – 1916

Unserer lieben Frauen Traum

Maurice Duruflé
1902 – 1986

Tota pulchra es

Sergei Rachmaninov
1873 – 1943

Bogoróditse Dyévo

Konzertinformationen

«Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten» steht sinnbildlich für das Ostergeschehen. Drei Wochen nach Ostern wirken Tod und Auferstehung der zentralen Gestalt des Christentums nach. Ungezählten Menschen gab und gibt der Glaube an ein gutes Ende Hoffnung und Trost in schweren Zeiten. In der Musik sind diese Texte aus der Bibel vielfach vertont worden und berühren gestern wie heute. So hören wir eine Vertonung von Heinrich Schütz aus dem 17. Jahrhundert und ein zweites Werk von Schütz, das den unerschütterlichen Glauben an einen sicheren Zufluchtsort betont.
Eine Person, die das Ostergeschehen hautnah miterlebt hat, ist Maria, die Mutter Jesu. Sie hat eine besondere, erhabene Stellung in der Dichtkunst der christlichen Kultur. Unzählige Vertonungen untermauern den vorbildlichen Glauben und die Hingabe von Maria, die mit Tränen säen und mit Freunden ernten durfte. Eine der bewegendsten Kompositionen, ein «Magnificat» für die Liturgie an San Marco in Venedig, wo er als «maestro di capella» angestellt war, schuf Claudio Monteverdi, herausragender Vertreter der Musik der Renaissance, 1640. Unsere Auswahl von Vertonungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert – von Giuseppe Verdi, Anton Bruckner, Max Reger über Edvard Grieg, Sergei Rachmaninov bis zu Maurice Duruflé – zeugt von der ungeminderten Bedeutung der Mutter Jesu in der Musik bis in die Romantik und Moderne.

Der Lobgesang Marias hielt auch in die Orgelmusik Einzug. Im Konzert erklingt ein Magnificat des französischen Barockkomponisten M. Corrette, dessen einzelne Sätze im Wechsel mit dem Chor aufgeführt werden. Etwa 300 Jahre später spielte ein anderer französischer Meister, Ch. Tournemire eine beeindruckende Improvisation über die Ostersequenz „Victimae paschali laudes“ auf eine Schallplatte ein. Transkribiert und herausgegeben durch M. Duruflé, gehört diese Musik nun zu den Perlen des Orgelrepertoires.

Zu den Musizierenden
Vokalensemble I sestini

i sestini
Das Vokalensemble I sestini wurde 2002 gegründet und wird seitdem von Joachim Krause geleitet. Die Sängerinnen und Sänger kommen aus den Regionen Basel und Zürich und bringen eine langjährige Chor- und Konzerterfahrung mit. Der Schwerpunkt des Ensembles liegt in der geistlichen und weltlichen Musik der Renaissance und des Frühbarocks, denen auch Werke aus jüngeren Epochen bis hin zu moderner Chormusik gegenübergestellt werden.
I sestini ist ein a-cappella-Chor, der sich in den letzten Jahren ein umfangreiches Repertoire erarbeitet hat. Ein grosses Anliegen des Ensembles ist es, die Werke der jeweiligen Zeit in ihren Ausprägungen, Klängen und Hörgewohnheiten lebendig werden zu lassen. Die intensiven, emotionalen aber auch heiteren Texte über die menschlichen Gefühlslagen wie Trauer, Liebesleid, Lebensfreude und Gläubigkeit wie auch zu Naturstimmungen machen den Reiz der frühen Musikepochen aus. Die klangliche Ausarbeitung dieser Musik, das Wissen um derer Eigenarten sowie der homogenen Klang zeichnen das Vokalensembles.

Joachim Krause

Matthias Maierhofer wurde in Fulda (D) geboren. Im Rahmen des A-Kirchen-Musikstudiums mit anschliessendem Solistendiplom an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg i. Br. studierte er dort Chor- und Orchesterleitung. Ein Studium in Paris und Hospitanzen bei verschiedenen Dirigenten vervollständigten seine Ausbildung. Seit 1984 ist er Musikdirektor an der Heiliggeist-Kirche in Basel und seit 1986 Dirigent des Basler Bach-Chors. 1988 gründete er das Kammerorchester «Concertino Basel», das er bis 2000 leitete; zudem war er von 1995–1999 Leiter des Kammerchores «Vocapella Basel». 1996 übernahm er den traditionsreichen Gemischten Chor Zürich. Seit 2002 ist er musikalischer Leiter des Vokalensembles «I Sestini».

Ekaterina Kofanova

Ekaterina Kofanovaist Titularorganistin an der Peterskirche Basel und künstlerische Leiterin des Orgelvereins St. Peter. Als Organistin übt sie eine rege Konzerttätigkeit in der Schweiz, in Deutschland sowie anderen europäischen Ländern aus. Nebst dem breitgefächerten solistischen Repertoire, das sich von alter bis zu zeitgenössischer Musik erstreckt, gilt ihr besonderes Interesse der Kammermusik in verschiedenen Formationen. Zu ihren weiteren Schwerpunkten zählen Chorleitung und Orgelausbildung.
Ekaterina Kofanova studierte Orgel und promovierte in Musikwissenschaft am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau und erhielt anschliessend einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in ihrer Heimatstadt Minsk sowie eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie. Ihre Begeisterung für Orgelmusik und die Suche nach neuen künstlerischen Impulsen führten Ekaterina Kofanova nach Heidelberg für ein weiterführendes Orgelstudium bei Prof. Martin Sander. An der dortigen Hochschule für Kirchenmusik schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und absolvierte ihr kirchenmusikalisches Studium (A-Diplom). Ekaterina Kofanova nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben.

Eintritt frei, Kollekte