Verein Orgelmusik St. Peter

Mit Wind gemalt

Konzert „Die Orgel im Dialog..."

Pfingstmontag, 29. Mai 2023, 18:00 Uhr

Dauprat-Hornquartett:
Peter Bromig, Miriam Zimmermann, Catherine Eisele, Daniel Lienhard
Ekaterina Kofanova, Orgel

Werke von Dauprat, Depelsenaire, Hakim, Hübler, Ivanov, Reichel, Schmid, Schumann

 Konzertprogramm

Louis-François Dauprat
1781 – 1868

Trio für drei Hörner und Orgel

Josef Schmid
1868 – 1945

Adagio für vier Hörner und Orgel

Naji Hakim
*1955

aus Esquisses Grégoriennes für Orgel:
Nos autem
Ave Maris Stella

aus Suite Rhapsodique für Horn und Orgel:
Aria
Alleluia

Bernard Reichel
1901 – 1992

Suite pour 4 cors

Herbert Howells
1892 - 1983

Paean (Orgel)

Jean-Marie Depelsenaire
1914 – 1986

Concertino pour 3 Cors et Piano (Orgue)
Andantino – Adagio – Moderato

Janis Ivanov
1906 – 1983

Duo für 2 Hörner und Orgel

Robert Schumann
1810 - 1856

Skizze Op. 58, 3 (Orgel)

Carl Heinrich Hübler
1822 - 1893

Concertstück für 4 Waldhörner und Orchester (Orgel)

Konzertinformationen

Zwei Klangwelten treffen aufeinander: Auch wenn das Horn schon längstens seinen festen Platz im Symphonieorchester und damit im Konzertsaal eingenommen hat, assoziiert man es immer noch mit der freien Natur, den Jagd- und Waldszenen, die sich in einer weiten Landschaft unter freiem Himmel abspielen. Den Orgelklang verbindet man in der Vorstellung hingegen mit einem Kirchenraum – in sich abgeschlossen und von der „Aussenwelt“ abgegrenzt. Dabei sind sich diese Instrumente im Grunde sehr ähnlich, denn beide werden mit Hilfe von Luft zum Klingen gebracht (bei einer Orgel spricht man von einem „Orgelwind“). Oder, um es schöner auszudrücken, beide erklingen erst dann, wenn ihnen ein Atem eingehaucht wird. Zu den Hörnern mit ihrem warmen, noblen Klang gesellt sich die Orgel, die durch ihre vielen Register einen grossen Farbenreichtum besitzt und sich daher zur Klangmalerei besonders gut eignet. Eine reizvolle Klangkombination also, welche in verschiedenen Zusammenstellungen (ein bis vier Hörner) und mit Musik unterschiedlichster Stilrichtungen erklingen wird.

Über die Musizierenden
Dauprat-Hornquartett

Foto Hornquartett NEU kleinDas 1983 gegründete Dauprat-Hornquartett, benannt nach dem bedeutenden französischen Hornvirtuosen und Komponisten Louis-François Dauprat (1781-1868), besteht aus HornistInnen verschiedener Orchester, unter anderem des SWR Symphonieorchesters und des Berner Symphonieorchesters. Das Quartett hat es sich zum Ziel gesetzt, die interessantesten Kompositionen für vier Hörner aus allen Stilbereichen in sorgfältig erarbeiteten Interpretationen aufzuführen. Besonderes Gewicht legt das Ensemble auf die Einstudierung unbekannter, oft in Bibliotheken und Privatsammlungen entdeckter Werke der klassisch-romantischen Epoche wie auch auf die gezielte Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Musik. Einen besonderen Akzent setzte 1984 die moderne Erstaufführung des 1817 komponierten Konzerts für vier Hörner und Orchester des Berliner Beethoven-Zeitgenossen Georg Abraham Schneider, des bedeutendsten Werks für diese Besetzung vor Schumanns Konzertstück op.86. Das Dauprat-Hornquartett hat in verschiedenen Ländern Rundfunkproduktionen gemacht; im Konzert war es unter anderem in Berlin, Stuttgart, Köln, Wien, Salzburg, Prag, Paris, Strassburg, Zürich, Basel, Venedig, Neapel und Amsterdam zu hören, ausserdem am Rheingau Musik Festival, am Festival de l’Ile de France (Frankreich), an den Festspielen „Europäische Wochen“ in Passau, an den Zwickauer Robert-Schumann-Musiktagen, an den 9. Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik, an den „Gustav Mahler Musikwochen“ in Toblach (Südtirol) und in der Konzertreihe „Komponistinnen und ihr Werk“ in Kassel. 2005 erschien bei dem Label „Musiques suisses“ eine CD des Dauprat-Hornquartetts mit Werken von Templeton Strong, Erik Székely, Ernst Widmer, Daniel Lienhard, Klaus Cornell, Andreas Pflüger und Roland Moser (MGB CD 6226, Schweizer Hornquartette Vol. I). Mit den international mehrfach ausgezeichneten «Männerstimmen Basel» nahm das Quartett 2014 für eine CD des Chors Werke von Franz Schubert, Carl Maria von Weber und Carl Goldmark auf. Das Label WERGO veröffentlichte 2016 eine CD mit Werken von Violeta Dinescu, darunter mit dem Dauprat-Hornquartett «Die Glocke im Meer» für Flöte und vier Hörner (WER 7324 2). Das Quartett hatte dieses Werk, zusammen mit der Flötistin Carin Levine, bereits in Kassel uraufgeführt.

Peter Bromig

wurde in Frankfurt am Main geboren. Erster Hornunterricht bei Peter Steidle. Ab 1977 dann Studium an der Kölner Musikhochschule bei Prof. Erich Penzel. Nach Mitgliedschaft im Bundesjugendorchester und der Jungen Deutschen Philharmonie ist er seit 1980 Solohornist im SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden, dem heutigen SWR Symphonieorchester. Peter Bromig war Gründungsmitglied des Ensemble Modern und Mitglied des „ensemble 13“; solistische und kammermusikalische Tätigkeit im In- und Ausland.

Miriam Zimmermann

Miriam ZImmermann Foto cut stammt aus Lahr im Schwarzwald und erhielt dort ihren ersten Hornunterricht bei Christiane Vosseler. Nach dem Abitur studierte sie an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Christian Lampert. Aktuell unterrichtet sie an der Musikschule Esslingen und lebt freiberuflich in Stuttgart.Sie ist als Aushilfe regelmäßig beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und dem Stuttgarter Kammerorchester zu Gast. Mit ihrem Blechbläserquintett „Urban Brass“ gewann sie beim 10. Internationalen Jan-Koetsier-Wettbewerb den 1. Preis.

Daniel Lienhard

Matthias Maierhoferwurde in Basel geboren. Studium an der Orchesterschule der Basler Musik-Akademie bei Jozef Brejza. 1977-1980 Mitglied des Luzerner Sinfonieorchesters und 1980/81 der Berliner Symphoniker. Seit 1985 tiefer Hornist im Berner Symphonieorchester. Mitwirkung in verschiedenen Kammerorchestern und Kammermusikformationen, auch auf alten Instrumenten. Mitverfasser des Standardwerks über die Hornliteratur.

Catherine Eisele

Matthias Maierhofer begann ihre musikalische Ausbildung am College-Conservatory of Music der University of Cincinnati (USA) und setzte sie in Frankfurt bei Esa Tapani fort. Sie war Mitglied der Internationalen Ensemble Modern Akademie und der Akademie des Staatstheaters Nürnberg. Sie wirkte regelmässig als Aushilfe beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg mit, und spielt im Ensemble Modern, im Staatsorchester Stuttgart, in der Meininger Hofkapelle, im Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, im Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und wirkt bei diversen internationalen Festivals mit.

Ekaterina Kofanova

Ekaterina Kofanovageboren 1973 in Minsk (Belarus), wuchs sie in einer Musikerfamilie auf. Ihre vielseitige musikalische Ausbildung erhielt sie am Musiklyzeum ihrer Heimatstadt, welches sie 1991 mit Auszeichnung abschloss. 1991 bis 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion erhielt Ekaterina Kofanova einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie.
Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort. Dort schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und absolvierte ihr kirchenmusikalisches Studium (A-Diplom). 2009 bis 2020 war sie als Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern tätig. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel und künstlerische Leiterin des Orgelvereins St. Peter.
Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in Deutschland, in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Ausserdem ist sie als Kammermusikerin, Continuospielerin und Chorleiterin aktiv.

Eintritt frei, Kollekte

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