Verein Orgelmusik St. Peter

Johann Sebastian und Anna Magdalena

Konzert „Die Orgel im Dialog..."

Montag, 20. März 2023, 19:30 Uhr

Zum 338. Geburtstag von Johann Sebastian Bach

Lia Andres, Sopran
Jörg Benzing, Flöte
Daniel Rosin, Cello
Ekaterina Kofanova, Orgel
Stephan Jon Tramèr, Moderation

Werke von JS Bach

Eindrücke vom Konzert

Konzertprogramm

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

Toccata F-Dur BWV 540

Kantate BWV 202: Weichet nur, betrübte Schatten,
Aria "Sich üben im Lieben"
Kantate BWV 173a: Glückwunschkantate,
Aria „Güldner Sonnen frohe Stunden“

Choralbearbeitungen:
„Wo soll ich fliehen hin“ BWV 646
„Wenn wir in höchsten Nöten sein“ BWV 641

Flötensonate g-Moll BWV 1020:
1. ohne Bezeichnung – 2. Adagio – 3. Allegro

Kantate BWV 82: Ich habe genug,
Arie „Ich habe genug"
Kantate BWV 204:  Ich bin in mir vergnügt, 
 Arie „Meine Seele sei vergnügt“

Konzertinformationen

Die 19-jährige Anna Magdalena kam 1720 als Fürstliche Sängerin nach Köthen, wo sie eine der bestbezahlten Anstellungen unter den Musikern am Köthener Hof hatte. Der Witwer Bach war zu dieser Zeit Hofkapellmeister in Köthen. Am 3. Dezember 1721 heirateten Anna Magdalena Wilcke und Johann Sebastian Bach. Über die Gründe ist viel spekuliert worden. Die meisten Bach-Biografen gingen davon aus, dass Bach unbedingt eine Wirtschafterin und eine Mutter für seine vier Kinder brauchte. Aber war eine 20-jährige, in Haushaltsdingen und Kindererziehung unerfahrene, zudem noch Selbstständigkeit gewohnte junge Frau dafür die richtige? Und andererseits aus heutiger Sicht betrachtet erscheint die Aussicht Anna Magadalenas, einen 16 Jahre älteren Mann mit vier Kindern zu heiraten, auch nicht sehr vernünftig, zumal sie keineswegs auf eine Heirat angewiesen war, um versorgt zu sein. Es muss also wohl doch eine grosse Liebe gewesen sein, eine Liebe geprägt von Musik, Arbeit, Freude und Vergänglichkeit. Dieser aussergewöhnlichen Beziehung gehen wir in unserem Konzert nach, mit Arien aus Kantaten und Instrumentalmusik von J.S. Bach.

 

Über die Musizierenden
Lia Andres, Sopran

Matthias Maierhofer Die in Basel aufgewachsene Sopranistin Lia Andres legte ihre Matura mit dem Schwerpunktfach Musik 2005 in Basel ab. Die Begeisterung für das Singen begleitet sie seit ihrem 7. Lebensjahr und so schloss sie 2013 mit dem Master in Musikpädagogik an der Schola Cantorum bei Evelyn Tubb ab. Seither setzt sie ihre Studien privat bei Jakob Pilgram und Roswitha Müller in Basel und Mariette Witteveen in Den Haag fort. Neben ihrer vielseitigen solistischen Konzerttätigkeit arbeitet sie als Gesangspädagogin und ist Mitglied der professionellen Vokalensembles larynx, dem Barockensemble Voces Suaves, dem Chor der Bachstiftung St. Gallen, La Cetra Vokalensemble und famm. Innerhalb ihres breiten Repertoires von Monteverdi bis hin zur zeitgenössischen Musik, widmet sie sich besonders der Interpretation barocker Werke. Sie besuchte Meisterkurse bei Margreet Honig, Lina Maria Akerlund, Mariette Witteveen und Alessandro de Marchi.

Jörg Benzing, Traversflöte

Matthias Maierhofer Jörg Benzing, Jahrgang 1965, lebt als freischaffender Musiker in Freiburg (D). Musikstudium mit Hauptfach Querflöte und Aufbaustudium Orchestermusik, staatl. Hochschule für Musik, Trossingen (Prof. Tatu). Künstlerisches Aufbaustudium, staatl. Hochschule für Musik, Karlsruhe (Prof. Wright). Meisterkurse u.a. bei Aurèle Nicolet, Peter-Lukas Graf, Jorge Pardo, Karl Kaiser (Traversflöte). Er war u.a. Soloflötist im B.I.Y.Symphony Orchestra (Ankara, Türkei), Philharmonisches Orchester Freiburg, musica poetica Freiburg, SWR Freiburg, ORSO. Als Flötist mit dem Ensemble enCANTO ausgedehnte Tourneen und Kooperation mit Otto Sander und Günter Grass. Flötist bei madrugá flamenca mit zahlreichen Theater- und CD Produktionen, ZMF und Pro-Europa-Kulturpreisträger 2010. Meisterkurse in Arosa für Barocke Verzierungslehre und Improvisation in der Klassischen Musik. Produktionen als Studiomusiker in allen musikalischen Genres (Klassik, Rock, Jazz, Weltmusik). Musikproduzent und Komponist.

Daniel Rosin, Violoncello

Matthias Maierhofer Daniel Rosin wuchs in Bern auf, wo er bereits während der gymnasialen Ausbildungzeit in der Berufsklasse von Prof. Peter Hörr studierte. Künstlerische Impulse von Persönlichkeiten wie Heinrich Schiff, Janos Starker und Pieter Wispelwey ergänzten die Ausbildung. Der langjährigen Begeisterung für die Historische Aufführungspraxis folgte die entsprechende Spezialisierung im Fach Barockcello, die Daniel Rosin zu zahlreichen führenden Ensembles und bekannten Spezialisten für Alte Musik führte. Von der Schola Cantorum Basiliensis erlangte er das Diplom eines Master of Arts in Spezialisierter Musikalischer Performance – Alte Musik. Daniel Rosin ist heute als freischaffender Barockcellist und Kammermusiker tätig. Daniel Rosin studierte während seiner Schulzeit modernes Cello in der Meisterklasse von Professor Peter Hörr in Bern. Künstlerische Impulse von Pieter Wispelwey, Heinrich Schiff, Wolfgang Boettcher und Janos Starker ergänzten die Ausbildung. Nach langjähriger Begeisterung für die Historische Aufführungspraxis führten ihn zahlreiche Projekte und zusätzliche Fortbildungen zu führenden Künstlern und Ensembles der europäischen Szene für Alte Musik und schliesslich an die Schola Cantorum Basiliensis zu Christophe Coin. Nach seinem Konzertexamen ist Daniel Rosin heute Solocellist und Kammermusiker, dessen Arbeit zu einem Teil durch Radioaufnahmen und Produktionen von Labels wie Deutsches Grammophon, Deutsche Harmonia Mundi, Olive Music, Christophorus und Glossa nachgezeichnet ist.

Ekaterina Kofanova

Ekaterina Kofanovageboren 1973 in Minsk (Belarus), wuchs sie in einer Musikerfamilie auf. Ihre vielseitige musikalische Ausbildung erhielt sie am Musiklyzeum ihrer Heimatstadt, welches sie 1991 mit Auszeichnung abschloss. 1991 bis 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion erhielt Ekaterina Kofanova einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie.
Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort. Dort schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und absolvierte ihr kirchenmusikalisches Studium (A-Diplom). 2009 bis 2020 war sie als Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern tätig. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel und künstlerische Leiterin des Orgelvereins St. Peter.
Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in Deutschland, in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Ausserdem ist sie als Kammermusikerin, Continuospielerin und Chorleiterin aktiv.

Eintritt frei, Kollekte