Verein Orgelmusik St. Peter

Bach gepfiffen und gestrichen

Extrakonzert

Sonntag, 12. Februar 2023, 17.00 Uhr

Sonos-Quartett mit Jiri Nemecek und Stefanie Bischof (Violinen), Martina Bischof (Viola) und Blai Bosser Toca (Violoncello)
Ekaterina Kofanova
, Orgel

Werke von JS Bach, Beethoven

Konzertprogramm

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

Aus dem Wohltemperierten Klavier - II:

Präludium und Fuge c-Moll BWV 871
Präludium und Fuge Es-Dur BWV 867
Präludium und Fuge g-Moll BWV 885
Präludium und Fuge D-Dur BWV 874

Sinfonia aus der Kantate "Wir danken dir" BWV 29

Ludwig van Beethoven
1770 – 1827

"Heiliger Dankgesang" aus dem Quartet a-Moll Op. 132

Johann Sebastian Bach

Konzert f-Moll BWV 1056

Konzertinformationen

Das Akkordeon wurde erstmals in den 1820er Jahren in Wien gespielt, das Saxophon wurde tatsächlich vom Belgier Adolphe Sax im Jahr 1840 erfunden und die Marimba ist über Afrika und Südamerika im 20. Jahrhundert auch bei uns angekommen: All diesen (und einigen anderen) Musikinstrumenten ist gemein, dass auf ihnen auch Werke des altehrwürdigen J. S. Bach gespielt werden. Es tönt ungewohnt anders, ist aber immer noch grossartige Musik. Das trifft sicher auch zu für Bachs zahlreiche Kompositionen, die für Streichquartett arrangiert wurden. Bach selber hat ja mehrere seiner Original-Kompositionen für andere Instrumente umgeschrieben. Ein gutes Beispiel ist das Konzert BWV 1056 für Klavier. Die beiden Ecksätze «entlieh» Bach seinem Violinkonzert in g-Moll – in unserem Konzert wird das Werk von der  Orgel zusammen mit dem SONOS-Streichquartett gespielt. Bach hätte sicher nichts dagegen gehabt. Wahrscheinlich hätte er selber fürs Streichquartett komponiert, wäre diese Formation zu seiner Zeit bereits gebräuchlich gewesen…

Über die Musizierenden
Jiri Nemecek, Violine

Jiri kJiri Nemecek wurde 1976 in Tschechien geboren. Sein Geigenstudium hat er in Brünn und Prag absolviert. Weitere Studien haben ihn nach Madrid und Basel gebracht. Seine Tätigkeit als Primarius des Bennewitz Quartetts (1998-2013) hat ihn auf die internationalen Bühnen gebracht und wurde mit mehreren Preisen gekrönt. Seit 2011 lebt Nemecek in Basel. Er tritt regelmässig mit dem Sonos Ensemble und als Gastkonzertmeister u.a. bei Basler Orchestern auf.

Stefanie Bischof, Violine

Stefanie kStefanie Bischof hat sowohl das Lehrdiplom, wie auch das Konzertdiplom an der Musikhochschule Basel, bei Thomas Füri und Raphaël Oleg mit Auszeichnung abgeschlossen. Sie ist Mitgründerin des Sonos Quartetts, das zwischen 2003 und 2006 intensiv bei Walter Levin und Sebastian Hamann geschult wurde. Seit August 2007 unterrichtet Stefanie Bischof an der Musikschule Reinach und seit 2008 zusätzlich auch in Münchenstein an der Musikschule und am Gymnasium. Neben dem Unterrichten gilt ihre grösste Leidenschaft der Kammermusik.

Martina Bischof, Viola

Martina kMartina Bischof hat schon früh ihre Liebe für die Bratsche entdeckt und erwarb 2007 in Basel das Konzertdiplom. Weitere Studien führten sie ans Mozarteum Salzburg, wo sie 2009 den Master mit Auszeichnung absolvierte. Martina Bischof hat in verschiedenen Orchestern als Solo-Bratschistin wie auch als Solistin wichtige Erfahrungen gesammelt, unter anderen im La Cetra Barockorchester Basel und dem Orchester der J.S. Bach-Stiftung unter Rudolf Lutz.

Blai Bosser Toca, Violoncello

Andrea kwurde in 1996 in der Nähe von Barcelona geboren und begann sein Violoncello Studium nach der Suzuki-Methode und später bei Amat Santacana. Von 2014 bis 2018 absolvierte er seinen Bachelor bei Damián Martínez Marco im ESMuC (Katalanische Musikhochschule) und schloss mit der höchsten Qualifikation ab. Derzeit studiert er einen Master in Performance bei Rafael Rosenfeld an der Hochschule für Musik FHNW Basel.
2018 erhielt er den ersten Preis beim Wettbewerb “Cordes de Barcelona”. Er hat auch das Stipendium der Anna Riera Foundation (2017) gewonnen. Auf dem Gebiet der Kammermusik studierte er bei Kennedy Moretti und Mitgliedern des Casals Quartetts in Barcelona, und arbeitet derzeit auch mit Rainer Schmidt, Claudio Martínez Mehner, Anton Kernjak und Jiří Němeček.
Er war Mitglied der spanischen und katalanischen nationalen Jugendorchester (JONDE und JONC), und ab 2020 ist er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Seit 2018 arbeitet er als Zuzüger des Barcelona Sinfonieorchesters (OBC), und in der Saison 2020-2021 ist er Praktikant im Sinfonie Orchester Biel-Solothurn und Akademist im Kammerorchester Basel.
Meisterkurse bei Steven Isserlis, Marc Coppey, W. E. Schmidt, Peter Bruns, Asier Polo und Raphaël Pidoux. Er spielt ein Cello, das von seinem Vater im 2020 gebaut wurde.

Ekaterina Kofanova

Ekaterina Kofanovageboren 1973 in Minsk (Belarus), wuchs sie in einer Musikerfamilie auf. Ihre vielseitige musikalische Ausbildung erhielt sie am Musiklyzeum ihrer Heimatstadt, welches sie 1991 mit Auszeichnung abschloss. 1991 bis 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion erhielt Ekaterina Kofanova einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie.
Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort. Dort schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und absolvierte ihr kirchenmusikalisches Studium (A-Diplom). 2009 bis 2020 war sie als Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern tätig. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel und künstlerische Leiterin des Orgelvereins St. Peter.
Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in Deutschland, in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Ausserdem ist sie als Kammermusikerin, Continuospielerin und Chorleiterin aktiv.

Eintritt frei, Kollekte