Verein Orgelmusik St. Peter

Die Orgel im Dialog mit "Star Wars"

Konzert

Montag, 22. August 2016, 19:30 Uhr

Christoph Hauser, Orgel, Organist an der Klosterkirche Fürstenfeld bei München
Orgeltranskriptionen von Werken von Händel, Saint-Saëns, Holst, John Williams (Star Wars)

Eindrücke vom Konzert

 

Konzertprogramm

Georg Friedrich Händel
1685–1759

Konzert F-Dur Nr. 13 "Der Kuckuck und die Nachtigall"
1. Larghetto
2. Allegro
3. Larghetto
4. Allegro

Camille Saint-Saëns
1835–1921

Totentanz (Danse macabre) op. 40
(arr. von Henri Lemare)

Gustav Holst
1874–1934

aus "Die Planeten" op. 32
- Merkur, der geflügelte Bote
- Jupiter, Bringer der Freude
(arr. von Peter Sykes und Christoph Hauser)

John Williams
*1932

aus "Star Wars Suite"
- Princess Leia's Theme
- Yoda's Theme
- Star Wars Theme

(arr. von Harald Feller)

Konzertinformationen

Die Orgel hat eine Sonderstellung unter den Musikinstrumenten: Ein einzelner Musiker hat die Möglichkeit, auf ein ganzes Orchester aus Pfeifen zuzugreifen. Da liegt es nahe, auch grosse Orchesterwerke auf die „Königin der Instrumente zu übertragen. Christoph Hauser hat diese willkommene Erweiterung des Repertoires bei seinen Konzertreisen immer gerne im Gepäck.
Bei seinem Konzert in Basel wird er Transkriptionen berühmter Orchesterwerke spielen. „Der Kuckuck und die Nachtigall“, ein viersätziges Konzert von Händel eröffnet das Konzert. Ursprünglich für Soloorgel und Orchester als Pausenmusik für Opernaufführungen komponiert, lässt sich dieses Werk auch auf einer großen Orgel allein aufführen: die Gesänge des Kuckucks und der Nachtigall werden mit speziellen solistischen, ganz sanften und ganz kleinen Pfeifen imitiert, die Stimmen des Orchesters erklingen auf einem Begleitmanual.
Der „Totentanz“ von Saint- Saëns beschreibt als "symphonische Dichtung" eine düstere Szene auf einem Friedhof: Der Tod in Gestalt eines Violine spielenden Skeletts weckt durch seine Töne nach und nach die Toten aus ihren Gräbern, die immer wilder und schneller zu seinem Geigenspiel tanzen. Erst der deutlich zu vernehmende Hahnenschrei und der herannahende Morgen setzen diesem spukähnlichen Treiben ein Ende, die Toten verschwinden wieder nach und nach in Ihren Gräbern, zuletzt entschwindet auch der Tod, als wäre nichts gewesen...
Die Orchestersuite „Die Planeten“ von Holst ist im englischen Sprachraum seit ihrer Entstehung 1918 sehr beliebt und betört durch die reiche Orchesterbesetzung. Holsts spätromantische Musik findet in geradezu überwältigenden Klanggebilden dazu, den an die römischen Götter angelehnten "Titel" des jeweiligen Planeten plastisch werden zu lassen. Beim Merkur wird förmlich der herumeilende Bote in Töne gemalt, dann hört man etwa Morsezeichen und als Sinnbild des unendlichen Weltalls hohe mystisch "entrückte" Töne. Bei Jupiter strahlt inmitten einer üppig rauschenden, die Freude förmlich übermittelnden Rahmenmusik eine ehrwürdige Hymne auf, die wegen ihrer veritablen Ohrwurmqualitäten tatsächlich einige Jahre später mit geistlichem Text im anglikanischen Gesangbuch Eingang gefunden hat.
Teile aus der Jahrzehnte später entstandenen Suite zu den weltbekannten Filmen „Star Wars“ vom preisgekrönten Filmkomponisten John Williams lassen den starken Einfluss von Holsts Musik erkennen. Die Musik von Williams zählt zum Bekanntesten was das Genre "Filmmusik" bis heute zu bieten hat.

Über den Solisten
Christoph Hauser, Orgel

hauserwurde 1972 in der Nähe von Ottobeuren im Allgäu geboren. Schon als Kleinkind entwickelte er grosses Interesse für die Instrumente Klavier und Orgel. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren, wenig später bekam er die ersten Orgelstunden. Nach dem Abitur studierte er an der Hochschule für Musik München. Zu seinen Lehrern zählen Gottfried Hefele (Klavier) und Harald Feller (Orgel). Seine künstlerischen und pädagogischen Abschlüsse erhielt er mit Auszeichnung. Danach war er Lehrbeauftragter an der Musikhochschule sowie Dozent im Hauptfach Klavier an der Berufsfachschule für Musik in München. Christoph Hauser belegte Meisterkurse bei bekannten Interpreten wie Ben van Oosten, Ton Koopman, Guy Bovet und Pierre Pincemaille. Wiederholt trat er beim Bayerischen Rundfunk in Fernsehbeiträgen und im Radio in Erscheinung. Seit 2005 ist er Dirigent des Kammerchores NotaBene München. Nach 17 Jahren als Kirchenmusiker in Germering folgte Christoph Hauser zum Jahresbeginn 2014 einem Ruf als Organist an die Klosterkirche Fürstenfeld mit ihrer weltberühmten historischen Fux-Orgel, verknüpft mit dem Amt des Kirchenmusikers der Stadtpfarrei St. Magdalena, Fürstenfeldbruck. Zahlreiche Konzerte führen ihn auch über die deutschen Grenzen hinweg ins europäische Ausland, nach Kanada, USA und Israel zu bedeutenden Konzertreihen und Festivals. Seine CD-Produktionen "Widor", "Okna" und "Auf Wind" fanden große Beachtung.

Eintritt frei, Kollekte