Verein Orgelmusik St. Peter

Orgelkonzert Viviane Loriaut

4. August 2014, 19:30 Uhr

Orgel: Viviane Loriaut, Evreux

Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Jean- Philipp Rameau, Guy Ropartz, Gabriel Fauré, Jean-Louis Florentz, Padre Antonio Soler

mit Live-Videoprojektion

Die Organistin an der Kathedrale von Evreux gestaltet ein attraktives Programm mit Musik von Komponisten, die 2014 im besonderen Fokus des Musiklebens stehen. Das Programm zeigt die klangprächtigen Qualitäten der Silbermann/Lhôte-Orgel ausgezeichnet, und wird Kenner und Neuentdecker der Orgel gleichsam überzeugen.

Eindrücke vom Konzert
Konzertprogramm

Jean Philippe Rameau
1683-1764

"Les Indes Galantes"
Ouverture (transcription Yves Reichsteiner)
"Dardanus"
Calme des sens - Entrée de Vénus - Air vif - Gavotte vive - Air de triomphe (transcriptions Viviane Loriaut)
"Les Indes Galantes"
Danse des Sauvages, dans le goût du Concerto (transcription Yves Reichsteiner)

Carl Philipp Emanuel Bach
1714-1788

Fantasie und Fuge c-moll, Wq 119/7

Sonate D-dur, Wq 70/5

Gabriel Fauré
1845-1924

Pavane
(transcription Viviane Loriaut)

Guy Ropartz
1864 - 1955

 

Introduction et Allegro Moderato

Jean-Louis Florentz
1947-2004

Chant des fleurs
Prière pour délier les charmes
Seigneur des lumières

Beschreibung

Auf den ersten Blick erscheint sie etwas willkürlich, die Klammer der 4er- Jahrestage, welche die französische Organistin Viviane Loriaut um ihr Programm gelegt hat. Aber eben bloss auf den ersten Blick. Denn mit der Wiedergabe von Werken der Komponisten Jean Philippe Rameau (geb. 1764), Gabriel Fauré (gest. 1924), Guy Ropartz (geb. 1864) und Jean-Louis Florentz (gest. 2004) erinnert die Organistin an grosse Komponisten, die zu ihrer Zeit im französischen Musikleben im wörtlichen Sinne den Ton angegeben haben.
Beginnend mit Jean Philippe Rameau und dessen Oper „Dardanus". Diese ist zwar bei den ersten Aufführungen 1739 laut Zeitzeugen wegen des schwachen Handlungsstrangs durchgefallen. Doch die Musik hat offensichtlich das schlechte Libretto überlebt. Nachzuhören auf der beim Label Gallo herausgegeben CD, die Viviane Loriaut mit ihren eigenen Transskriptionen von Rameaus Opernmusik bespielt hat. Am 4. August werden vier der insgesamt 26 Nummern zu hören sein.
Auch die „Pavane" von Gabriel Fauré ist von Loriaut für Orgel arrangiert worden. Das haben andere Organisten auch schon getan, man darf somit gespannt sein auf die Version unseres Gastes. Von Beginn an für Orgel komponiert wurden hingegen „Introduction et Allegro Moderato" von Guy Ropartz. Der ehemalige Schüler von Jules Massenet stand im regen künstlerischen Austausch mit César Franck und zählte während seiner Zeit als Direktor des Strassburger Konservatoriums auch den späteren Meisterdirigenten Charles Münch zu seinen Schülern.
Zum Abschluss des Programms präsentiert uns Viviane Loriaut sodann drei Stücke aus „Laudes" für Orgel (op. 5), komponiert von Jean-Louis Florentz, einem ehemaligen Messiaen-Schüler. Sicher ein interessanter Abschluss für einen stimmigen Orgelabend.

Doch ist ein Orgelkonzert ohne Bach natürlich undenkbar. Daher spielt Viviane Loriaut, eingebettet in das ansonsten französische Programm, auch zwei Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, dessen Geburtstag sich am vergangenen 8. März zum 300. Mal jährte. Zu hören sein wird die ursprünglich für Cembalo komponierte „Fantasie und Fuge c-moll" sowie die Sonate für Orgel in D-dur, diejenige „ohne Pedale".

Viviane Loriaut ist Organistin an der Kathedrale von Evreux und Professorin am Pariser Konservatorium CRR. Es ist ihr ein grosses Anliegen, mit ihren CD-Einspielungen Frankreichs reiches Musikalisches Erbe zur Popularität zu verhelfen. Daneben widmet sie sich auch der iberischen Orgelmusik und liebt Grenzüberschreitungen. Davon zeugen die Aufnahmen von Kompositionen für Orgel und Trompete sowie Gitarre.

Eintritt frei, Kollekte