Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2017

20. März 2017, 19:30 Uhr

Bach und Luther

 

8. Mai 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Oboe

 

5. Juni 2017, 19:30 Uhr

Tanz und Toccata

 

3. Juli 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Saxophon

 

19. August 2017, 10:45 Uhr

Orgeltag in Solothurn

 

3. September 2017, 17:00 Uhr

Orgel und Hip-Hop

 

22. September 2017, ab 19:00 Uhr

1. Orgelnacht in der Peterskirche

 

23. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Trompete

 

20. November 2017, 19:30 Uhr

Orgel im Dialog

Orgel im Dialog mit Trompete

Konzert

Montag, 23. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Arvid Gast, Orgel
Joachim Pliquett, Trompete

Werke von Mouret, Buxtehude, Baldassari, JS Bach, Langlais, Mendelssohn, Chailleux

Konzertprogramm

Jean Joseph Mouret
1682 – 1738

Sinfonies de Fanfares für Trompete und Orgel
Rondeau – Air – Fanfares

Dietrich Buxtehude
1637 – 1707

Toccata in F, BuxWV 156

Pietro Baldassari
um 1690 – 1768

Sonate in F-Dur für Trompete und Orgel
Allegro – Grave – Allegro

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

"Nun lob, mein Seel', den Herren"
Choralbearbeitung aus Kantate BWV 167 für Trompete und Orgel

Johann Sebastian Bach

Toccata, Adagio und Fuge C-Dur, BWV 564

Jean Langlais
1907 – 1991

Drei Stücke für Trompete und Orgel
Staccato, Vivo – Modéré – Allegro

Felix Mendelssohn-Bartholdy
1809 – 1847

Sonate Nr. 5, D-Dur, op. 65
Andante – Andante con moto – Allegro maestoso

André Chailleux
*1904

Morceau de Concours für Trompete und Orgel

Konzertinformationen

Das Instrument der Könige trifft auf die Königin der Instrumente - die beiden majestätischen Instrumente sind im Programm des Konzertes vereint, ergänzen einander, treten in den Dialog oder lassen sich kontrastierend hören. Die Werke sind aus vier Jahrhunderten zusammengestellt und zeigen die große Bandbreite instrumentaler Kombinationen vom frühen Barock in Norddeutschland (Buxtehude), über Frankreich und Italien bis hin zu neueren Klängen eines Jean Langlais und André Chailleux. Gerade diese Werke in Verbindung mit der auf barocke Instrumente ausgerichteten Orgel der Peterskirche bekommen einen ganz eigenen Charme. In Mourets "Fanfares" und Baldassaris Concerto erlebt der Hörer die Brillanz der sogenannten "Bachtrompete", einem Piccoloinstrument, welches erst im 20. Jahrhundert für die Interpretation virtuoser Sololiteratur des Barock entwickelt wurde. Die Orgelsolowerke, in deren Zentrum die C-Dur-Toccata von Johann Sebastian Bach steht, nutzen die Möglichkeiten der Peterskirchen-Orgel voll aus. Mendelssohn, der sich vom Schaffen Johann Sebastian Bachs inspirieren ließ, ist mit seiner selten gespielten 5. Sonate D-Dur vertreten. Buxtehudes Toccata ist ganz im 'Stylus phantasticus' gehalten und bietet in der Vielteiligkeit die Möglichkeit, eine große Breite an Klangfarben der Orgel zu präsentieren. Die Folge von freien und fugierten Abschnitten ist ganz typisch für Buxtehude, der vielerlei Anregungen aus Italien in seinen Stil übernommen hat. Die beiden Werke für große Trompete
wurden im Gegensatz zu den Barockkompositionen original für Trompete komponiert. Chailleux schrieb sein Werk für die jährlich stattfindenden "Concours" des Pariser Conservatoire: Dem Maestoso-Eingangsteil folgt ein bewegtes, tänzerisches Scherzo, in welchem dem Solisten eine große Bandbreite virtuoser Techniken abverlangt wird. Dieses muntere Stück beschließt das Konzert mit Musik aus vier Jahrhunderten.
Text: Arvid Gast

Über die Musizierenden
Das Duo Pliquett & Gast

besteht seit 1979.Sein Repertoire beginnt mit der Epoche, in der die Trompete als virtuoses Soloinstrument hervorzutreten begann, und in der die Orgel eine musikalische Glanzzeit erlebte: dem Barock; es endet offen mit zeitgenössischen Werken, die den beiden Musikern gewidmet und gleichsam auf den Leib geschrieben wurden.
Besondere Sorgfalt verwenden Pliquett und Gast auf die Gestaltung ihrer Programme und auf Fragen stilgenauer Interpretation. Ihre Programme stimmen sie einerseits auf die Akustik der Räume und die Möglichkeiten der jeweiligen Orgeln ab; verleihen ihnen andererseits einen in sich stimmigen Aufbau, der wie in mehrsätzigen musikalischen Kompositionen Abwechslung und Kontrast mit einem nachvollziehbaren inneren Zusammenhang verbindet. Den Maßstab eines kritischen Stilbewusstseins wenden sie insbesondere auch auf Werke an, die ursprünglich nicht für Trompete und Orgel komponiert wurden, und die sie zum Teil in eigenen Bearbeitungen spielen und herausgeben. Mehr als 300 Konzerte haben sie im In- und Ausland gegeben; eingeladen wurden sie u. a. von den Berliner Festwochen, dem MDR-Musiksommer, den Dresdner Musikfestspielen und dem Festival de Léon.
Die Breite ihres Repertoires spiegelt sich in zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen, darunter vielen Ersteinspielungen, wider. Gegenwärtig nehmen sie für Audiomax (MDG) eine umfassende Tondokumentation von Kompositionen für Trompete und Orgel aus vier Jahrhunderten auf.

Joachim Pliquett, Trompete

pliquettstudierte bei Prof. Reinhold Lösch in Mannheim und ist seit 1982 erster Solotrompeter im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Daneben entwickelt er eine intensive solistische Tätigkeit, die durch zahlreiche Rundfunk-, Schallplatten- und Fernsehaufnahmen dokumentiert wird. Neben dem reichen Trompetenrepertoire des Barockzeitalters gilt sein besonderes Interesse den Werken des 20. Jahrhunderts.
Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Karl-Friedrich Beringer, Hartmut Haenchen, Peter Schreier oder Helmuth Rilling vor allem als Interpret der Werke Johann Sebastian Bachs.
Gemeinsam mit der Meisterwerkstatt Max und Heinrich Thein in Bremen arbeitet Joachim Pliquett an der Entwicklung verschiedener neuer Trompetenmodelle. Außerdem ist er als Herausgeber für die Edition Peters, den Musikverlag Heinrichshofen und die Edition Brendel tätig. Sein Engagement gilt zudem den „Brandenburgischen Sommerkonzerten“, deren Künstlerischem Direktorium er seit vielen Jahren angehört.

Arvid Gast, Orgel

gaststudierte Orgel und Kirchenmusik in Hannover bei Ulrich Bremsteller. 1990 übernahm er das Amt des Organisten und Kantors an der Hauptkirche St. Nikolai zu Flensburg. 1993 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ inLeipzig und zum Leipziger Universitätsorganisten berufen. Seit 2004 ist Arvid Gast Professor für Künstlerisches Orgelspiel und Leiter der Kirchenmusikabteilung an der Musikhochschule Lübeck. Im Januar 2005 wurde er zum Titularorganisten an St. Jakobi zu Lübeck ernannt.
Bereits während seines Studiums gewann er mehrere internationale Orgelwettbewerbe. Gast konzertiert im In- und Ausland; zahlreiche Aufnahmen und CD-Einspielungen vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Breite und Vielfalt seines Repertoires, in dessen Zentrum die Werke Johann Sebastian Bachs, Max Regers und der Deutschen Romantik stehen.

Eintritt frei, Kollekte

 

studierte bei Prof. Reinhold Lösch in Mannheim und ist seit 1982 erster Solotrompeter im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Daneben entwickelt er eine intensive solistische Tätigkeit, die durch zahlreiche Rundfunk-, Schallplatten- und Fernsehaufnahmen dokumentiert wird. Neben dem reichen Trompetenrepertoire des Barockzeitalters gilt sein besonderes Interesse den Werken des 20. Jahrhunderts.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Karl-Friedrich Beringer, Hartmut Haenchen, Peter Schreier oder Helmuth Rilling vor allem als Interpret der Werke Johann Sebastian Bachs.

Gemeinsam mit der Meisterwerkstatt Max und Heinrich Thein in Bremen arbeitet Joachim Pliquett an der Entwicklung verschiedener neuer Trompetenmodelle. Außerdem ist er als Herausgeber für die Edition Peters, den Musikverlag Heinrichshofen und die Edition Brendel tätig. Sein Engagement gilt zudem den „Brandenburgischen Sommerkonzerten“, deren Künstlerischem Direktorium er seit vielen Jahren angehört.