Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2017

20. März 2017, 19:30 Uhr

Bach und Luther

 

8. Mai 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Oboe

 

5. Juni 2017, 19:30 Uhr

Tanz und Toccata

 

3. Juli 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Saxophon

 

19. August 2017, 10:45 Uhr

Orgeltag in Solothurn

 

3. September 2017, 17:00 Uhr

Orgel und Hip-Hop

 

22. September 2017, ab 19:00 Uhr

1. Orgelnacht in der Peterskirche

 

23. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Trompete

 

20. November 2017, 19:30 Uhr

Orgel im Dialog

Orgel im Dialog mit Basel

1. Orgelnacht in der Peterskirche

Freitag, 22. September 2017, ab 19:00 Uhr

Acht Organistinnen und Organisten aus Basel

Sieben Kurzkonzerte à 25 Minuten

Eindrücke aus der Orgelnacht

Eine Orgelnacht nicht nur für Nachteulen – die Peterskirche öffnet ihre Türen für Orgelmusikliebhaber bis in die Nacht hinein. In den sieben halbstündigen Konzerten haben Sie eine einzigartige Gelegenheit, an einem Abend Organistinnen und Organisten aus ganz Basel an der Silbermann/Lhôte Orgel zu erleben. In ihren ganz individuell gestalteten Programmen werden sie die klanglichen Möglichkeiten dieses Instruments voll ausschöpfen und ihm jeweils einen unverkennbar persönlichen Sound verleihen. In der Pause beim Apéro können dann die Zuhörer in einen Dialog mit den Künstlern treten.

Programm der Orgelnacht 
19:00 Uhr
Rudolf Scheidegger
ehemaliger Organist Grossmünster Zürich und Peterskirche Basel

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

Ouverture h-Moll nach Französischer Art, BWV 831
(Clavierübung 2. Teil, 1734)

Gravement G-Dur, BWV 572
(registriert im Stil einer Fugue à 5)

Nicolas de Grigny
1672 – 1703

Récit de tierce en taille

Louis Marchand
1669 – 1732

Grand Dialogue


19:30 Uhr
Nicoleta Paraschivescu
Organistin an der Theodorskirche Basel

Antonio Vivaldi
1678 – 1741

Aus Anne Dawson’s Book (ca. 1720)
Concerto «La Stravaganza» Op.4 Nr. 6 in d-Moll
Allegro – Largo – Allegro

Guillaume Lasceux
1740 – 1831

Aus Nouveau Journal de Pièces d’Orgue (1783)
Symphonie Concertante
Flûtes

Théodore Dubois
1837 – 1924

Toccata G-Dur (1886)


20:00 Uhr
Jörg-Andreas Bötticher
Organist an der Predigerkirche Basel
«Galant, aufbrausend und verträumt»

Johann Gottfried Müthel
1728 – 1788

Fantasie F-Dur

Johann Ludwig Krebs
1713 – 1780

Praeludium B-Dur, Adagio

Wilhelm Friedemann Bach
1710 – 1784

Fantasie d-Moll, Fk 19 (1770)
Allegro di molto – Grave – Allegro di molto – Grave – Fuga – Grave – Allegro di molto – Fuga – Allegro di molto

Wolfgang Amadeus Mozart
1756 – 1791

Andante in F für eine kleine Orgelwalze, KV 616 (04.05.1791)

Justin Heinrich Knecht
1752 – 1817

Freie Fantasie in c-Moll
Senza Tempo – Maestoso – Senza Tempo – Vivace – Maestoso – Vivace – Senza Tempo
(Aus: Neue vollständige Sammlung aller Arten von Vor- und Nachspielen etc., 2. Heft, Mainz o.J.)


20:30 Uhr
Louis van Niekerk
Organist an der Johanneskirche Basel

Franz Tunder
1614 – 1667

Präludium Nr. 4 in g

Dietrich Buxtehude
1637 – 1707

Ciacona in e, BuxWV 160
Klag-Lied aus «Mit Fried und Freud fahr ich dahin», BuxWV 76

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

Praeludium und Fuge in C-Dur, BWV 547


21:00 Uhr

Pause mit Apéro im Chor


21:30 Uhr
Susanne Doll
Organistin an der Paulus- und Leonhardskirche Basel

Nicolas de Grigny
1672 – 1703

Ave Maris Stella
Plein jeu à 5 – Fugue à 5 – Duo – Dialogue sur les grands Jeux

Ad Wammes
*1953

Miroir

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

«Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit» (Sonatina zu BWV 106)
Fuge Es-Dur, BWV 552

Susanne Doll
*1956

«Loslassen bis zu den Sternen»

Maurice Duruflé
1902 – 1986

Fugue sur le Carillon des heures


22:00 Uhr
Dieter Lämmlin
Organist der Eglise Française in der Leonhardskirche Basel

Dieter Lämmlin
*1967

Prélude, Méditation und Toccata über «Certes c’est chose belle de louer le Seigneur» (Psaume 92)

Jan Pieterszoon Sweelinck
1562 – 1621

Fantasia d-moll

Johann Sebastian Bach
1685 – 1750

Toccata F-Dur, BWV 540


22:30 Uhr
Ekaterina Kofanova
Organistin an der Peterskirche Basel
Ilja Völlmy-Kudrjavtsev
Organist an der Stadtkirche Liestal
«Duo concertant à la russe»

Sergei Prokofiew
1891 – 1953

aus der Klassischen Sinfonie Op. 25: Gavotte

Alexander Skrjabin
1872 – 1915

Reverie, Op.24

Alexander Borodin
1833 – 1887

aus der Oper «Fürst Igor»: Polowetzer-Tänze

Peter Tschaikowsky
1840 – 1893

aus der Nussknacker-Suite:
March – Danse des Mirlitons – Danse russe Trepak

 

Interpretinnen und Interpreten
Rudolf Scheidegger

ScheideggerAls Musiker an den Tasteninstrumenten Orgel, Cembalo und Hammerflügel konzertiert Rudolf Scheidegger in den wichtigen Zentren von Europa, Amerika und Japan. Als Organist wirkte er von 1962 – 1986 an der Altstadtkirche St. Peter in Basel und von 1987 – 2007 am Grossmünster in Zürich. An den Musikhochschulen von Basel und Zürich war er Hauptfachdozent während fast dreissig Jahren. Das Orgelwerk und die grossen Zyklen der Cembalokompositionen von Bach führte Rudolf Scheidegger integral auf. Sein weites stilistisches Spektrum ist dokumentiert auf zahlreichen LP – und CD Einspielungen. Auf Initiative von RS ersetzte man die Orgel von Goll (1895) durch ein neues Instrument von Neidhart und Lhôte. Das leere Silbermann HW-Gehäuse mit seinen originalen Prospektpfeifen wurde vom hist. Museum BS als Depositum überlassen.

Nicoleta Paraschivescu

Paraschivescuunterrichtet Orgel an der Musik-Akademie Basel (AMS) und ist Organistin an der Kirche St. Theodor in Basel (Kern-Orgel, 1984). Sie ist Preisträgerin 2016 der hibou-Stiftung und promovierte 2015 an der Universität Leiden (NL) über „Die Partimenti von Giovanni Paisiello. Ansätze zu ihrem Verständnis“. Sie ist ehemalige Rotary International-Stipendiatin und Preisträgerin des internationalen Wettbewerbes Prix Joseph Bossard 2010 (Bellelay), bei dem sie auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Orgel studierte sie an der Musikhochschule Gheorghe Dima in Cluj- Napoca (Klausenburg) bei Ursula Philippi. Danach erweiterte sie ihre Ausbildung mit einem Studium und Diplom in Alter Musik an der Schola Cantorum Basiliensis in den Fächern Orgel bei Jean-Claude Zehnder und Cembalo bei Andrea Marcon. An der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart schloss sie ihr Künstlerisches Aufbaustudium bei Prof. Jon Laukvik erfolgreich ab. Weitere musikalische Impulse erhielt sie von Enrico Baiano in Neapel. Konzerte führten sie in verschiedenen Ländern Europas und an renommierten Festivals. Sie ist Leiterin des Ensembles La Floridiana, mit dem sie für das Label SONY bereits zwei CDs mit Welterst-Einspielungen der Haydn-Schülerin Marianna Martines (1744-1812) aufgenommen hat. Weitere CD-Aufnahmen für audite, Guild und Gallo. Ebenso kam es zu Live-Mitschnitten ihrer Auftritte über SRF, Radio Catalunya, Radio Romania Muzical und RTBFMusiq3.

Jörg-Andreas Bötticher

Boettichergeboren 1964 in Berlin, studierte Alte Musik in Basel. Einem Diplom für Orgel bei Jean-Claude Zehnder und für Cembalo bei Andreas Staier schlossen sich Studien bei Jesper B. Christensen und Gustav Leonhardt an. Mit dem Ensemble La Fenice (1990–2004) erkundete er die Musik des italienischen Frühbarocks. Er konzertiert als Solist, mit der Geigerin Plamena Nikitassova, sowie mit verschiedenen Kammermusik- und Orchesterformationen (u.a. Akademie für alte Musik, Bachstiftung St. Gallen, Voces Suaves). Bötticher ist Professor für Cembalo, Orgel und Generalbass an der Schola Cantorum. An der Musikhochschule Basel unterrichtete er von 1998–2016 Aufführungspraxis älterer Musik. Kurse und Vorträge führten ihn an verschiedene europäische Musikhochschulen und nach Bogotá. Er ist Organist an der Predigerkirche Basel und Mitinitiator der dortigen Gesamtaufführung der Bachkantaten (2004-2012) sowie künstlerischer Leiter der „Abendmusiken in der Predigerkirche“ (seit 2013). Juror von internationalen Orgelwettbewerben wie z.B. Innsbruck, Lausanne oder Lübeck. Er publizierte zu den Themen Generalbass, Musikästhetik und zum Kantatenoeuvre Bachs. Verschiedene CD-Aufnahmen dokumentieren sein Interesse für unbekanntere Komponisten, wie z.B. Alessandro Poglietti, Michelangelo Rossi und Gottlieb Muffat, oder Carlo Zuccari und Gaspard Fritz (mit P. Nikitassova). www.jaboetticher.ch

Louis van Niekerk

NiekerkDer gebürtige Südafrikaner mit Jahrgang 1966 beendete sein Studium mit Diplomen in Musikwissenschaft, Orgel und Schulmusik an der Rhodes Universität, Grahamstown im Jahre 1990. Von 1990 bis 1993 war er Musikdozent an der Universität Transkei, Umtata. 1993 kam er nach Basel, wo er sein Aufbaustudium mit Hauptfach Orgel bei Jean-Claude Zehnder an der Schola Cantorum 1997 abschloss. Seit 1993 ist er Organist im Gemeindehaus Stephanus und seit 2014 auch in der Johanneskirche, beide der Kirchgemeinde Basel West zugehörig. Seit 2000 ist er auch als Organist auf dem Friedhof am Hörnli, Riehen/BS tätig. Als Organist spielt er mehrheitlich Konzerte in der Schweiz und als Basso-Continuo-Spieler im Ensemble Carpe Musicam.

Susanne M. Th. Doll

Dollstudierte Evangelische Kirchenmusik und Hauptfach Orgel und Cembalo an der Staatlichen Hochschule für Musik in München (Hedwig Bilgram: 0rgel und Cembalo, Harald Genzmer: Komposition, Fritz Schieri: Chorleitung). Nach Abschluss des Studiums wurde sie 1976 als Orgeldozentin an die Fachakademie für Kirchenmusik nach Bayreuth berufen. Sie besuchte Meisterkurse bei Michael Radulescu, Marie-Claire Alain und Flor Peeters. Ab 1978 war sie als Solistin mit verschiedenen Ensembles unterwegs (Baden-Württembergisches und Stuttgarter Kammerorchester, Deutsche Bachsolisten) und von 1981-1985 amtete sie als Bezirkskantorin an der Christuskirche Landshut. Seit 1991 ist Susanne Doll Titularorganistin an der Basler Pauluskirche und zu St. Leonhard und in dieser Funktion auch künstlerische Leiterin der international bekannten Konzertreihe „Orgelspiel zum Feierabend“. Susanne Doll ist Preisträgerin von „Jugend musiziert“, der „Felix-Mottl“-Stiftung und der Stadt Linz (Internationaler Anton-Bruckner Orgelwettbewerb). Sie beschäftigt sich intensiv mit dem Oeuvre von Johann Sebastian Bach, Olivier Messiaen und Marcel Dupré. Es existieren diverse Einspielungen von Bach bis Pink Floyd.

Dieter Lämmlin

Laemmlinwuchs in Rheinfelden/Baden auf. Nach Klavier- und Orgelunterricht bei seinem Vater Ernst Lämmlin folgten Orgelstudien bei Hanspeter Aeschlimann an der Musikakademie Basel. Weiterführende Studien bei Rudolf Scheidegger – Orgel - und Johann Sonnleitner – Cembalo - an der Musikhochschule Zürich schloss er 1997 mit dem Konzertdiplom (mit Auszeichnung) ab. Er war Preisträger an den internationalen Orgelwettbewerben „Gottfried Silbermann“ (Freiberg/Sachsen) und „Johann Sebastian Bach“ (Luzern) und ist seit 1994 Organist der Eglise Française in der Leonhardskirche Basel. Neben vielfältiger Konzerttätigkeit als Soloinstrumentalist übernimmt er oft den Orgel- oder Cembalopart bei Konzerten mit anderen Instrumenten und ist gefragter Begleiter bei Sologesang und Chören. Seit 2006 ist er Cembalist der Musica Antiqua Basel. Im Rahmen der Organistenausbildung der evangelischen Landeskirche Badens leitet er eine Orgelklasse in Weil am Rhein.

Dr. Ekaterina Kofanova

Kofanovaist 1973 in Minsk (Belarus)geboren und wuchs in einer musikalischen Familie auf. Ihre vielseitige musikalischeAusbildung erhielt sie am Musiklyzeum ihrer Heimatstadt, welches sie 1991 mit Auszeichnung abschloss. 1991 bis 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion erhielt Ekaterina Kofanova einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie. Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort. Dort schloss sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung ab und beendete ihr kirchenmusikalisches Studium. Anfang 2009 wurde sie zur Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern gewählt. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel. Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Außerdem ist sie als Kammermusikerin und Chorleiterin aktiv.

Ilja Völlmy Kudrjavtsev

Voellmygeboren 1982 im heutigen St. Petersburg, Russland. Im Alter von sieben Jahren begann er Klavier zu spielen; zur Orgel kam er als 16‐jähriger. Er studierte von 2001 bis 2006 am Petersburger Konservatorium als Organist und Pianist. Ab September 2006 absolvierte er an der Royal Academy of Music in London sein Nachdiplomstudium (Orgelklasse D. Titterington, Improvisationsklasse L. Rogg), das er im Juni 2008 mit Auszeichnung abschloss. Danach war er ein Jahr lang an der Royal Academy als Organ Fellow (Assistent) tätig. Sein Repertoire umfasst viele verschiedene Stile und Epochen; sein Schwerpunkt liegt auf der Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts, speziell auf der französischen Musik des 20. Jahrhunderts. Im Februar 2008 führte er im Rahmen des Messiaen‐Festivals des Londoner South Bank Centre O. Messiaens „Livre d’Orgue“ auf. Desweiteren nahm er auch am City of London Festival, am London Handel Festival sowie am Spitalfields Festival teil. Seine laufenden Engagements beinhalten Konzerte in England, Deutschland, Irland, Italien, Russland, Ukraine, Estland, Finnland, Schweden, Kazakhstan und der Schweiz und Auftritte in Rahmen im Rahmen des Internationalen Orgelsymposiums in Zürich in 2011 und der Zürcher Orgelnacht 2014, 2015 und 2016. In August 2011 bekam er den 3. Preis in St. Maurice Internationaler Orgelwettbewerb. Seit September 2009 lebt Ilja Völlmy Kudrjavtsev in Liestal. Als Organist der Stadtkirche ist er regelmäßig an Gottesdiensten und den Konzertreihe „Heures Mystiques“ zu hören. Dazu arbeitet er bei verschiedene Projekte, unter anderem „Chants russes Duo“ (Orgel und Cello), Orgel, Schlagzeug und Saxophon, Orgel und Pantomime und ist als künstlerischer Leiter des „Orgelfestival Liestal“ tätig.