Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2017

20. März 2017, 19:30 Uhr

Bach und Luther

 

8. Mai 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Oboe

 

5. Juni 2017, 19:30 Uhr

Tanz und Toccata

 

3. Juli 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Saxophon

 

19. August 2017, 10:45 Uhr

Orgeltag in Solothurn

 

3. September 2017, 17:00 Uhr

Orgel und Hip-Hop

 

22. September 2017, ab 19:00 Uhr

1. Orgelnacht in der Peterskirche

 

23. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Trompete

 

20. November 2017, 19:30 Uhr

Orgel im Dialog

Orgel im Dialog mit Hip-Hop

Konzert

Sonntag, 3. September 2017, 17:00 Uhr

Serge Schoonbroodt, Orgel
Dominique Schmitz, Tänzer

Werke von JS Bach, Mozart, Pärt, Bruhns und Improvisation (Schoonbroodt)

Konzertprogramm

Johann Sebastian Bach
1685 - 1750

Fuga über ein Thema von Legrenzi (Tanz und Orgel)

Wolfgang Amadeus Mozart
1756 - 1791

Adagio für eine Glasharmonika (Tanz und Orgel)

Johann Sebastian Bach
1685 - 1750

Erbarm dich mein, O Herre Gott (Tanz und Orgel)

Arvo Pärt
*1935

Trivium (Tanz und Orgel)

Nikolaus Bruhns
1665 - 1697

Praeludium in e-moll (Orgel solo)

Serge Schoonbroodt
*1971

Improvisation (Orgel, Tanz und Stimme)

Johann Sebastian Bach
1685 - 1750

Toccata und Fuge in d-moll (Orgel und Tanz)

Konzertinformationen

Dieses Jahr geht in Basel anfangs September wieder das Jugendkulturfestival über die Bühne. Gleichsam als Abschluss wagen wir in der Orgelkonzert-Reihe der Peterskirche ein etwas ungewöhnliches Experiment: die Kombination von Orgelspiel und HipHop-Tanz. „Eine Begegnung zwischen der Orgel und dem Strassentanz ‚HipHop’, ein Dialog zwischen zwei Künsten, die unterschiedlichste Menschen einander näher bringt“: So umschreibt der belgische Organist Serge Schoonbroodt sein Projekt „HipOrgel“, das er 2013 in Lüttich ins Leben rief und mit dem er bereits durch ganz Europa auf Tournee war. Als Abschluss des Jugendkulturfestivals wird er nun mit seinem Star-Tänzer Dominique Schmitz und Kollegen auch in der Basler Peterskirche auftreten. Getanzt wird zu Musik von J.S. Bach, D. Buxtehude, L. Vierne, L. Boëllmann, Arvo Pärt, J.-B. Lully und zu einer Improvisation. „Organist und Tänzer sind im Austausch, schauen und hören sich zu. Die Musik der grossen Meister wird mit moderner Choreographie unterlegt, Rhythmen werden klarer, neue Farben werden sichtbar. Eine Begegnung, die neue Impulse gibt und uns zeigt, dass die Orgel zu unserer Zeit gehört“, so Schoonbroodt.

Auch der „Bund der deutschen Orgelbauer“, an dessen Festakt zum 125jährigen Bestehen Schoonbroodt mit seinen Tänzern auftrat, zeigt sich begeistert vom Projekt „HipOrgel“: „Serge Schoonbroodt gelingt mit seinem Projekt ‚HipOrgel’ eine ganz entscheidende und auch für den Orgelbau wichtige Tatsache. Er schafft es nicht nur, dass sich die jungen Menschen, die bis dato im Grunde keinerlei Zugang zur Orgelmusik hatten, sich durch die notwendige intensive Auseinandersetzung allesamt für die Orgelmusik und auch das Instrument Orgel begeistern. Nein, er schafft es auch, dass sich speziell die ältere Generation mit dem Tanzstil HipHop auseinandersetzt und so gegenseitiges Verständnis und Anerkennung geschaffen wird.“

Über die Künstler
Serge Schoonbroodt, Orgel

schoonbroodtwurde 1971 in Eupen im deutschsprachigen Teil Belgiens geboren. Als ältester Sohn des Organisten Hubert Schoonbroodt (1941-1992) tritt er in die Fussstapfen seines Vaters und entscheidet sich für die Musik als Lebensbegleiter. Nach seinem ersten Preis am Konservatorium von Brüssel im Jahre 1992 geht er nach Paris und tritt in die Maîtrise der Kathedrale Notre-Dame ein, wo er auch eine Gesangsausbildung erhält.
Seine Organistenkarriere beginnt 1996 mit einer ersten CD mit Werken von Jacques Boyvin, aufgenommen an der Parisot-Orgel von Notre-Dame du Guibray in Falaise (Normandie). Diese CD ist der Ausgangspunkt einer ganzen Serie von Einspielungen mit Werken altfranzösischer Meister auf bedeutenden historischen Orgeln. Schoonbroodt gibt zahlreiche Konzerte in ganz Europa und Südamerika.
2006 und 2007 war Serge Schoonbroodt künstlerischer Leiter eines großen Musikfestivals in Peru, welches das Ziel verfolgt, unterprivilegierten Bevölkerungsschichten Zugang zu kulturellen Angeboten zu ermöglichen. Während zweier Jahre war das Internationale Musikfestival von Arequipa ein immenser Erfolg.
Ab 2011 geht Serge neue Wege und verbindet die Orgel mit anderen Künsten. So ermöglicht er originale Begegnungen zwischen der Orgel und HipHop (Erstaufführung im Mai 2013 in der Oper Lüttich), Zirkus (mit der CarréCurieux Gruppe), Puppentheater, Tanz (mit der Tanzkompanie Irène K.) usw. Serge Schoonbroodt ist Kurator der Orgel im Kloster Heidberg/Eupen.

Dominique Schmitz

schmitzwurde in Ruanda geboren als Sohn einer Ruanderin und eines Belgiers. Im Alter von 12 Jahren zog er mit seiner Familie nach Lüttich/Liège. Nach der Schule begann er ein Architekturstudium, das er allerdings bald unterbrach, um sich voll dem Tanz zu widmen. Und zwar erfolgreich: Er tourte mit dem bekannten Pop- und RnB-Sänger Matt Pokora, der französischen Sängerin Shy’m und ist momentan eben Haupttänzer in der Truppe von Serge Schoonbroodt. Dabei bleibt der 24jährige (zumindest wenn er nicht gerade tanzt) mit den Füssen am Boden: Er werde demnächst sein Studium in Architektur-Design wieder aufnehmen, so seine Antwort auf die Frage nach künftigen Projekten. „Aber selbstverständlich ohne dabei den Tanz zu vernachlässigen.“

Eintritt frei, Kollekte