Verein Orgelmusik St. Peter

Konzerte 2017

20. März 2017, 19:30 Uhr

Bach und Luther

 

8. Mai 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Oboe

 

5. Juni 2017, 19:30 Uhr

Tanz und Toccata

 

3. Juli 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Saxophon

 

19. August 2017, 10:45 Uhr

Orgeltag in Solothurn

 

3. September 2017, 17:00 Uhr

Orgel und Hip-Hop

 

22. September 2017, ab 19:00 Uhr

1. Orgelnacht in der Peterskirche

 

23. Oktober 2017, 19:30 Uhr

Orgel und Trompete

 

20. November 2017, 19:30 Uhr

Orgel im Dialog

Orgel im Dialog mit Bach und Luther

Konzert zum Reformationsjahr 2017

Montag, 20. März 2017, 19:30 Uhr

Ekaterina Kofanova, Orgel
Vokalensemble Belcanto unter der Leitung von Jörg Ulrich Busch

Orgelwerke aus dem dritten Teil der „Clavier-Übung“ und Choralsätze von Johann Sebastian Bach

Eindrücke vom Konzert

Konzertprogramm

Werke von Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Praeludium pro Organo pleno in Es

BWV 552/1 (Orgel)

Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit
Christe, aller Welt Trost
Kyrie, Gott Heiliger Geist

BWV 371 (Chor)

Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit

BWV 672 (Orgel)

Allein Gott in der Höh' sei Ehr

BWV 260 (Chor)
BWV 676 (Orgel à 2 Clav. et Pedal)

Dies sind die heil‘gen zehn Gebot

BWV 298 (Chor)
BWV 678 (Orgel à 2 Clav. et Pedal Canto fermo in Canone)

Wir glauben all an einen Gott

BWV 437 (Chor)
BWV 680 (Orgel in Organo pleno con Pedale)

Vater unser im Himmelreich

BWV 416 (Chor)
BWV 682 (Orgel à 2 Clav. et Pedal Canto fermo in Canone)

Christ, unser Herr, zum Jordan kam

BWV 7 und 280 (Chor)
BWV 684 (Orgel à 2 Clav. et Pedal Canto fermo in Pedal)

Aus tiefer Not schrei ich zu dir

BWV 38/6 (Chor)
BWV 686 (Orgel à 6 in Organo pleno con Pedale doppio)

Jesus Christus, unser Heiland

BWV 363 (Chor)
BWV 688 (Orgel à 2 Clav. e Canto fermo in Pedal)

Fuga à 5 con pedale pro Organo pleno in Es

BWV 552/2 (Orgel)

Konzertinformationen

In einer Zeit, in der man sich vor der Flut der gedruckten bzw. digitalen Informationen gar nicht mehr zu retten vermag, kann man sich kaum vorstellen, was es für den vierunfünfzigjährigen J.S.Bach anno 1739 bedeutete, eine erste Sammlung seiner Orgelwerke als 3. Teil der „Clavier-Übung“im Druck erscheinen zu lassen. Als 4. Teil folgten zwei Jahre später die berühmten „Goldbergvariationen“. Unter der für den heutigen Sprachgebrauch recht seltsam anmutenden Bezeichnung „Clavier-Übung“ist hier keinesfalls etüdenhafte Fingerübungengemeint, sondern meisterhafte Kompositionen, sozusagen crème de la crème der Bach'schen Kunst, die als unerreichte Beispiele verschiedener Stile und Kompositionstechniken dienen und sehr hohe Ansprüche an die Interpreten stellen.

Auf dem Titelblatt hat Bach sein Werk so beschrieben: "Dritter Theil der Clavier Übung bestehend in verschiedenen Vorspielen über die Catechismus- und andere Gesaenge, vor die Orgel: Denen Liebhabern, und besonders denen Kennern von dergleichen Arbeit, zur Gemüths Ergetzung". Der lutherische Katechismus behandelte, als eine Einführung in den Christlichen Glauben, seine wichtigsten Themen, wie Zehn Gebote, Glaubensbekenntnis, Vaterunser, Taufe, Abendmahl und Beichte. Unter „anderen Gesängen“ sind v.a. das Kyrie und Gloria gemeint, die (mit deutschen Texten) ihren Weg in die Lutherische Liturgie gefunden haben; daher die gängige Bezeichnung des ganzen Werks „Orgelmesse“, die auf Albert Schweizer zurückgeht. Der Katechismus existierte auch in „Liedform“ als Choräle, deren Melodien und Texte zu Bach's Lebzeiten allgemein bekannt waren; heute sind sie (mit einigen wenigen Ausnahmen) aus dem Gesangbuch verschwunden. Um die Verbindung zwischen den ursprünglichen Chorälen und ihrer musikalischen Interpretation bei Bach zu verdeutlichen, wird vor jeder Choralbearbeitung der entsprechende Choralsatz aufgeführt.
Im Ganzen besteht das Werk aus 21 Choralbearbeitungen und 4 Duetten; den Rahmen bildet das monumentale Präludium und Fuge Es-Dur. Für jede Melodie gibt es zwei Fassungen: für eine große mehrmanualige Orgel mit Pedal oder für ein kleines pedalloses Orgelpositiv. In unserem Programm werden mit Ausnahme von „Kyrie“ die „großen“ Bearbeitungen erklingen. Eine solche Aufführung (auch wenn sie von insgesamt 27 Stücken auf weniger als die Hälfte reduziert ist) entspricht mit Sicherheit nicht der „historischen Aufführungspraxis“. Der Komponist wird auch kaum damit gerechnet haben, sein Werk als Ganzes an einem Abend zu Gehör zu bekommen. Trotzdem gibt es in diesen Kompositionen viele Hinweise darauf, dass sie nicht als bloße Sammlung, sondern als Zyklus konzipiert wurden.
Die theologischen Aspekte dieses Werks in Bezug auf Luther und die Reformation werden in einer Predigtreihe aufgenommen, die an vier Sonntagen in der Passionszeit in der Peterskirche statt findet.

Über die Musizierenden
Ekaterina Kofanova

katjawurde 1973 in Minsk (Belarus) in einer musikalischen Familie geboren. Sie erhielt vielseitigen musikalischen Unterricht am Musiklyzeum in ihrer Heimatstadt, das sie 1991 mit Auszeichnung abgeschlossen hat. 1991 – 1999 studierte Ekaterina Kofanova Musikwissenschaft (u.a. bei Prof. Dr. Inna Barsova) und Orgel bei Prof. Alexei Parschin am Tschaikowsky – Konservatorium in Moskau. Nach ihrer Promotion in Musikwissenschaft erhielt sie einen Lehrauftrag für Musikgeschichte und Orgel an der Musikakademie in Minsk und eine Stelle als Organistin an der Belarussischen Staatlichen Philharmonie.
Ekaterina Kofanova setzte ihr Orgelstudium bei Prof. Martin Sander an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort, wo sie ihr Solistendiplom mit Auszeichnung sowie ein kirchenmusikalisches Studium abgeschlossen hat. Anfang 2009 wurde sie als Kirchenmusikerin und Leiterin der Konzertreihe an der Friedenskirche in Bern gewählt. Seit März 2016 ist Ekaterina Kofanova Titularorganistin an der Peterskirche Basel.
Als Organistin übt Ekaterina Kofanova eine rege Konzerttätigkeit in der Schweiz sowie anderen europäischen Ländern aus. Sie nahm an Meisterkursen namhafter Interpreten teil und erhielt Auszeichnungen bei bedeutenden internationalen Orgelwettbewerben. Außerdem ist sie als Kammermusikerin und Chorleiterin aktiv.

Jörg Ulrich Busch

buschist Organist und Chorleiter am Fraumünster Zürich und Leiter der Konzertreihe Musik im Fraumünster. Unter dem Motto „Klang-Raum-Licht“ werden vielfältige Konzerte mit besonderen Programmen im Fraumünster gestaltet. Jörg Ulrich Busch ist Gründer und Cembalist des Ensembles „le buisson prospérant“. Er leitet den Cantate Chor Bolligen und das Vokalensemble Belcanto Bern.2012 hat Jörg Ulrich Busch ein weiterführendes Studium der Chorleitung an der Zürcher Hochschule der Künste mit dem Master of Advanced Studies abgeschlossen.
Jörg Ulrich Busch wurde 1973 in Basel geboren. 1980 begann er an der Schola Cantorum Basiliensis mit dem Cembalo- und ab 1988 mit dem Orgelunterricht. Bei Heinz Balli an der Hochschule für Musik und Theater in Bern studierte er ab 1994 Orgel und ergänzte seine Studien mit Unterricht in Chorleitung und Improvisation bei Annerös Hulliger und Susanne Doll. Sein Lehrdiplom und den Chorleiterausweis erlangte er 1998. 1998 bis 2001 studierte er in der Solistenklasse von Heinz Balli und schloss diese mit dem Solistendiplom für Orgel ab. Von 2004 bis 2007 durfte Jörg Ulrich Busch den Orgelunterricht bei Marie-Claire Alain in Paris besuchen.
Jörg Ulrich Busch besuchte Meisterkurse für Orgel bei Michael Radulescu, Harald Vogel, Jon Laukvik, Hans Davidson und Bernhard Haas und für Chorleitung bei Marguerite L. Brooks und Stefan Parkman.1991 ging er als 1. Preisträger des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbes hervor. 2003 war er Finalist am „VI. Internationalen Gottfried Silbermann Wettbewerb“ in Freiberg (D).

Vokalensemble Belcanto

belcantoAnspruchsvolle Chormusik von der Renaissance bis zur Moderne bildet das breit gefächerte Repertoire des Vokalensembles Belcanto. Das Ensemble wurde 1998 von begeisterten Laiensängerinnen und Laiensängern in Bern gegründet und entwickelte sich unter der Leitung von Jörg Ulrich Busch zu einem Klangkörper, der auf hohem Niveau regelmässig in der Schweiz konzertiert. Jährlich werden ein Projekt mit anspruchsvoller A cappella-Chormusik und eine Bach-Vesper am Berner Barockzentrum sowie im Zürcher Fraumünster aufgeführt.In Zusammenarbeit mit anderen Musikern und Formationen entstehen vielfältige Programme, beispielsweise mit dem Orchester „le buisson prospérant“, dem Pianisten Simon Bucher, der Marimba-Virtuosin Katarzyna Myćka oder dem Perkussionisten Fritz Hauser. 2017 und 2018 folgen Konzerte mit der Zinkenistin Núria Sanromà Gabàs, dem Zürcher Fraumünster-Chor und dem Berner Vokalensemble Novantiqua.
Das Ensemble arbeitet in flexibler Besetzung mit 30 bis 35 Sängerinnen und Sängern.

Eintritt frei, Kollekte

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